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Isernhagen Reit- und Fahrverein Neuwarmbüchen kehrt auf Hof Döpke zurück
Umland Isernhagen Reit- und Fahrverein Neuwarmbüchen kehrt auf Hof Döpke zurück
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00:16 25.03.2019
Sabine Rolke von der Ponyschule Rolke will den Reit- und Fahrverein Neuwarmbüchen wiederbeleben. Quelle: Gabriele Gerner
Neuwarmbüchen

Der Reit- und Fahrverein Neuwarmbüchen kehrt an seine alte Wirkungsstätte auf den Hof Döpke zurück. Sabine Rolke, die Leiterin der Ponyschule Rolke auf dem Hof, hat den Vorsitz des Vereins übernommen. Mit einem komplett neuen Vorstand und der Unterstützung durch die Ponyschule will der Verein neue Mitglieder gewinnen und wieder Schwung ins Vereinsleben bringen.

Der mehr als 40 Jahre alte Reit- und Fahrverein Neuwarmbüchen hat bewegte Zeiten hinter sich. Von den rund 220 Mitgliedern, die noch vor fünf Jahren dem Verein angehört hatten, sind heute nur noch 27 übrig geblieben. Die meisten Mitglieder waren in den Jahren 2015 und 2016 ausgetreten, nachdem die Reiter und Voltigierer nicht mehr auf dem Hof Döpke trainieren konnten.

Hof-Aufgabe kostete den Verein seine Heimat

„Im Jahr 2014 hat unser Mitglied Helmut Döpke, der sich viele Jahre lang sehr für den Verein engagiert hatte, seinen Hof aufgegeben“, berichtet der ehemalige Kassenwart Ralf Klenner. „Das nahm unserem Verein quasi die Heimat.“ Ein neues Übungsgelände fanden die Reiter auf dem Hof Wolfskuhlen in Schillerslage.

Doch im Jahr 2015 kam es zum Knall. „Unstimmigkeiten im Vorstand“, so Sabine Rolke, hätten dazu geführt, dass sich die Voltigiersparte aufgelöst und viele Mitglieder ausgetreten seien. Eine Frau aus dem Vorstand, die das Handtuch geworfen hatte, habe auch ihre Pferde mitgenommen, so Rolke. So stand der Verein nur noch mit zwei Pferden und zwei Dutzend Mitgliedern da, das Vereinsleben plätscherte vor sich hin. „Vor zwei Jahren entschlossen wir uns, das Training in Schillerslage einzustellen“, so Ralf Klenner.

Zu der Zeit zog Sabine Rolke mit ihrer Ponyschule auf den Hof Döpke. Bereits damals habe der Verein bei ihr angefragt, ob sie sich nicht eine Zusammenarbeit vorstellen könne, sagt Rolke. Doch zu dem Zeitpunkt hätte sie abgewunken, musste sie sich doch erst einmal auf dem Hof Döpke einrichten. „Außerdem“, so die 43-Jährige, „wollte ich nicht die Leitung eines Vereins ohne die Unterstützung anderer aktiver Eltern übernehmen“.

Doch inzwischen haben sich genügend Tatkräftige für die Ämter und Aufgaben im Verein gefunden. Im Vorstand wird Sabine Rolke von ihrem Mann Jürgen als Stellvertreter unterstützt. Als neue Kassenwartin fungiert Birgit Hoyzer, Reitsportwartin ist Stefanie Grad, und Antje Beck agiert als Jugendwartin.

Für den Verein liegen die Vorteile des Arrangements auf der Hand: Durch die Verknüpfung mit der Schule mit ihren zwölf Ponys stehen den Mitgliedern nun wieder Pferde zum Trainieren zur Verfügung. Außerdem wird mit Sabine Rolke der Verein in die Hände einer Reiterin gelegt, die seit ihrer Kindheit eng mit dem Hof und dem Verein verbunden ist. „Ich habe all meine Reiterfahrung hier auf dem Hof Döpke gesammelt“, sagt Rolke. Ihre Eltern Brigitte und Volker Stammnitz hatten jahrelang im Vorstand mitgewirkt. Und eine Trainerin, die so nah am Reitnachwuchs ist, kann dem Verein viele Mitglieder bescheren. Rund 100 Kinder nutzen regelmäßig die Angebote der Ponyschule vom Reitunterricht bis zum Kindergeburtstag mit Pferden „Die Reiter, die Sabine Rolke heranzieht, haben jetzt die Möglichkeit, auch an Turnieren teilzunehmen. Dies ist ja nur möglich, wenn man Mitglied in einem Verein ist“, betont Ralf Klenner.

Vorteile für Reitverein und Ponyschule

Dass sie sowohl die Geschicke der Ponyschule als auch des Vereins leitet, dürfte aber auch für Sabine Rolke von Vorteil sein. Dass sich mancher Schüler durch einen Beitritt zum Verein – die Mitgliedschaft kostet 30 Euro im Jahr für Kinder und 45 Euro für Erwachsene – langfristig bindet, scheint wahrscheinlich. „Ich zeige meinen Reitschülern die Vorteile einer Vereinsmitgliedschaft auf. Wer von Zuschüssen für Lehrgänge und Turniere profitieren möchte, sollte beitreten“, sagt die Chefin der Ponyschule. Schön fände sie es, Zuschüsse für ein Voltigierpferd zu bekommen, um im Verein wieder eine Volti-Gruppe gründen zu können.

Lassen sich denn Vereinsleitung und Geschäftsführung der Reitschule trennen? „Ich hoffe, dass wir beide – Verein und Ponyschule – voneinander profitieren, indem wir uns gegenseitig unterstützen“, antwortet Sabine Rolke. „Wichtig ist letztendlich, den Verein wiederzubeleben.“

Von Gabriele Gerner

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