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Isernhagen Hopfenfest: Fast alles dreht sich ums Bier
Umland Isernhagen Hopfenfest: Fast alles dreht sich ums Bier
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00:34 13.06.2018
Im Schatten des Kirchturmes lässt es sich gut feiern. Quelle: Sandra Köhler
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Isernhagen K.B.

Die Kircher Bauerschaft hat nicht nur den Hopfen im Wappen - sondern ab sofort auch das Hopfenfest als festen Bestandteil im Kalender. Die Premiere auf dem idyllischen Platz an der St.-Marien-Kirche war jedenfalls gut besucht. An Ständen mit Bier und Leckereien aus der Region, beim Stockbrotbacken, Livemusik, Kirchturmbesteigungen und dem Schießwettbewerb um den Hopfenkönig hatten Alt und Jung ihren Spaß.

Das Isernhagener Hopfenfest verspricht, eine Attraktion wie der Weihnachtsmarkt zu werden. Rund ums Bier kamen Alt und Jung auf dem Platz an der St.-Marien-Kirche zusammen und pflegten die Gemeinschaft.

„Die Idee war, ergänzend zum Weihnachtsmarkt auch im Sommer etwas anzubieten, was die Menschen zusammenbringt“, sagte Ortsbürgermeister Matthias Kenzler. Also nahm er Vereine und Verbände mit ins Boot und begann zu organisieren. „Auch wenn einige meinten, man solle doch vorsichtig mit zwei, drei Ständen anfangen – der Zuspruch zeigt, dass es richtig war, es größer aufzuziehen“, sagte Kenzler. Bei einem musste er zurückstecken: „Ich hätte es ja lieber Hopfenblütenfest genannt, aber das sah das Organisationteam anders.“

Beim Lions-Club Isernhagen-Burgdorf brummte das Geschäft mit frisch gegrillten Burgern für den guten Zweck. „Wir wollten etwas Besonderes machen“, sagte Ralf Helmrich. Also gewannen die Lions den Landwirt Horst Wehde aus Isernhagen H.B. als Lieferanten für hochwertiges Rindfleisch und beauftragten eine Bäcker aus der Region mit der Herstellung der Brötchen. Das Ergebnis konnte sich sehen und schmecken lassen. Die Verwendung des Erlöses ebenfalls: „Wir unterstützen die Heinrich-Heller-Schule und den Verein Glückmomente. Der bietet pferdegestützte Therapie für Kinder mit lebensbedrohlichen Krankheiten und deren Geschwister an.“

Erfreulich großen Zulauf zum Schießen um den Hopfenkönig verzeichnete der Schützenverein, der den Wettbewerb gleichzeitig zur Werbung um Neumitglieder nutzte. „Mit so vielen hätten wir nicht gerechnet“, sagte der Vorsitzende Gerhard Pompa. 31 Erwachsene, ein Jugendlicher und 15 Kinder beteiligten sich. Hopfenkönig bei den Erwachsenen wurde Ingo Ribbe, bei den Jugendlichen Josh Helmrich und bei den Kindern Merle Dohm.

Bier ist nicht gleich Bier: Das ließ sich an den Ständen deutlich schmecken. Ein Novum: Auch im Hotel Hennies wird jetzt selbst gebraut. Ein Helles und ein Dunkles hatten Fabian Seida und Cord Busche dabei. Beide basteln seit Jahren gemeinsam an Rezepturen. „Unser Chef fands toll“, sagten die Hobbybrauer, die zur WM ein spezielles Bier ausklügeln wollen. Auch Diplom-Braumeister Sven Jan-Hendryk Harder von der Burgwedeler Brauerei hat zahlreiche Ideen. Die wird er demnächst noch besser umsetzen können, wenn die eigene Brauerei steht. Dieses Projekt will er gemeinsam mit einem Architekten verwirklichen. „Im Februar/März soll es so weit sein“.

Bei Uwe Grünheid und Julia Rohlfs von der Burgdorfer Brauerei war das Kolshorner Sommerbier der Renner. „Das ist leicht und hat nur 2,9 Prozent Alkohol. Das braucht man nicht mehr mit Limonade mischen“, sagte Grünheid. Markus Naujoks von Boglers Brauerei aus Krätze hatte gleich vier Sorten dabei. Deren Eigenarten hatte er auf einer Tafel aufgeschrieben. Und dass Bierbrauen auch als Genossenschaft funktioniert, und zwar richtig gut, dafür stehen Marc-Oliver Schrank und Fabian Jentsch von „Nordstadt braut!“: „Bevor ein Bier im großen Stil gebraut wird, müssen die Genossen das OK geben. Was unter 80 Prozent liegt, ist durchgefallen“, sagte Geschäftsführer Schrank. Im vergangenen August gestartet, hat die Genossenschaft mittlerweile mehr als 300 Mitglieder – auch in Italien und Spanien.

Von Sandra Köhler

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