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Isernhagen Zwei Alpakas ziehen auf Hof Hemme ein
Umland Isernhagen Zwei Alpakas ziehen auf Hof Hemme ein
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00:17 13.10.2018
Die Alpakas Paul (hellbraun) und Clemens (dunkelbraun) leben seit Anfang Oktober auf dem Hof Hemme in Kirchhorst. Birgit Hemme füttert die beiden einjährigen Tiere. Quelle: Julia Polley
Kirchhorst

Als Birgit Hemme um die Hofecke biegt, unterbrechen Clemens und Paul sofort das Fressen und heben neugierig ihre Köpfe. Und als Hemme dann noch den kleinen Plastikeimer mit Pellets schüttelt, dann setzen sich die zwei Alpakas in Bewegung und kommen an den Zaun. „Mit Futter kann man die beiden immer bestechen“, sagt die 60-Jährige. Erwartungsfroh schauen sie die Frau mit ihren großen dunklen Augen über den Zaun an.

Auf 2500 Quadratmetern wohnen Clemens und Paul auf dem Hof Hemme in Kirchhorst. Die beiden Alpakas grasen viel.

Seit vergangenen Mittwoch sind die beiden Tiere die neue Bewohner auf dem Hof Hemme in Kirchhorst. An diesem Tag sind Clemens und Paul von Langenhagen in den Ort gezogen. Die beiden einjährigen Alpakas können sich dort auf einer 2500 Quadratmeter großen Weide austoben und gemütlich grasen. „Für die beiden ist es hier ein Paradies“, sagt Hemme, während ihr die Alpakas mit ihren sanften Lippen die Pellets, in denen wichtige Mineralien und Eiweiße sind, aus der Hand fressen. Doch ansonsten sind die beiden Jungtiere noch scheu. „Sie sind sehr neugierig, aber anfassen lassen sie sich nicht“, sagt Hemme.

Damit sich das irgendwann ändert trainiert sie jeden Abend mit den Tieren. Dadurch sollen sie die Angst vor den Menschen verlieren und zutraulicher werden.

Gemeinschaftsprojekt auf dem Hof

Bevor Clemens und Paul auf den Hof gekommen sind, mussten viele Vorbereitungen getroffen werden. In einem Gemeinschaftsprojekt hat Familie Hemme zusammen mit den Mietern auf dem Hof die Weide neu eingezäunt, den Stall modernisiert und auf die Bedürfnisse von Alpakas ausgebaut. Und Hemme hat Bücher und Artikel im Internet über die Tiere aus den Anden gelesen. „Wir mussten viel über die Haltung und den Umgang lernen“, sagt Hemme. „Sie sind doch etwas anderes als Kühe oder Schweine.“ Dabei hat sie erfahren, dass Alpakas nur Gras und Heu fressen dürfen. Brot, Obst oder Gemüse vertragen sie nicht.

Mit Kabelbinder befestigt sie deshalb Schilder an dem Zaun mit der Aufschrift „Bitte füttert mich nicht, sonst werde ich krank“. Denn nicht nur die Hofbewohner erfreuen sich an Paul und Clemens. Auch im Dorf hat sich die Ankunft der beiden Alpakas inzwischen rumgesprochen. Am vergangenen Wochenende haben zahlreiche Spaziergänger mit ihren Kindern an der Weide, die an eine Straße grenzt, die Tiere beobachtet. Auch Autofahrer hätten angehalten und Fotos gemacht, erzählt Hemme. „Ich habe viel an der Weide gestanden und erklärt, dass die Tiere nicht gefüttert werden dürfen.“

Wenn Hemme die beiden beobachtet, fällt immer wieder der Satz „Die sind schon süß“. Doch warum hat sich die Familie für Alpakas entschieden? „Meine erwachsenen Töchter lagen mir schon seit Längerem in den Ohren. Jetzt war die Weide frei und wir haben sie gekauft“, sagt Hemme und freut sich über die zwei neuen Hofbewohner.

Von Julia Polley

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