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Nachrichten 22 Jahre alte Solaranlage wieder auf dem Dach
Umland Isernhagen Nachrichten 22 Jahre alte Solaranlage wieder auf dem Dach
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17:54 24.09.2013
Stefan Lemke (von links), Klaus Eikemeier, seine Frau Birgit Lentmann und Siegfried Lemke sind überzeugt von der 22 Jahre alten und jetzt neu installierten Solaranlage an der Hannoverschen Straße. Quelle: Carina Bahl
Isernhagen

„Vor 20 Jahren waren wir noch Exoten“, erinnert sich Klaus Eikemeier. Der Altwarmbüchener hatte 1991 eine der ersten drei Fotovoltaikanlagen in Isernhagen auf seinem Dach installiert. Die anderen zwei kamen im Rahmen des sogenannten 1000-Dächer-Programms nach Kirchhorst und Isernhagen K.B.

„Das war noch sehr viel teurer als heute“, erinnert sich Siegfried Lemke, der ebenfalls eine bei sich zu Hause installierte und auch heute noch betreibt. Zwar hatten Bund und Land rund 70 Prozent der Gesamtkosten übernommen, „aber man musste hinter dem Geld hinterherlaufen und trotzdem noch viel selbst investieren“, sagt Eikemeier. Etwa 16 Pfennig habe man nur für jede ins Netz eingespeiste Kilowattstunde erhalten - wer aktuell eine Solaranlage baut, erhält immerhin 14 Cent.

Mit der Einführung des EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) sei das anders geworden - die Produktion von Fotovoltaikanlagen in Masse habe die Kosten für Anschaffung und Installation gesenkt. Im Vergleich zu 1991 sei eine Solaranlage heute rund siebenmal günstiger umzusetzen, sagt Lemke.

„Wir mussten unsere allerdings abbauen, weil es Reparaturen am Dach gab“, sagt Eikemeier. Rund zehn Jahre lagerten die mehr als 130 Solarmodule in seinem Schuppen. Als Eikemeier jetzt ein neues Haus an der Hannoverschen Straße baute, zogen die Module mit um - und zwar auf das Carport. 35 Quadratmeter umfasst die alte neue Solaranlage - ein neuer Wechselrichter und eine moderne Gestelltechnik sorgen für Funktionalität. „Und sie läuft einwandfrei“, lobt der Besitzer die Langlebigkeit der kleinen Sonnenstrahlenfänger.

Ziel ist es, bald das eigene Solarauto wieder mit dem Strom vom Dach zu betanken. „Das haben wir früher auch gemacht“, sagt Eikemeier, der bei den Elektroautos einer der Pioniere war. Den Rest speist er ins allgemeine Stromnetz ein. Wie lange das noch geht? „Ein Ende ist nicht in Sicht“, sagt der Altwarmbüchener.

Carina Bahl

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