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Kommt das neue Hallenbad ins Jacobiwäldchen?

Isernhagen Kommt das neue Hallenbad ins Jacobiwäldchen?

Ist das Jacobiwäldchen an der Kircher Straße der richtige Standort fürs neue Hallenbad? Für manchen Politiker ist die Fläche eine gute Alternative zu Seestraße und Kirchhorster See.

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So könnte das neue Isernhagener Hallenbad aussehen.

Quelle: Entwurf: Planungsbüro Bade

Altwarmbüchen. Für den Neubau des Isernhagener Hallenbads ist jetzt neben der Seestraße und dem Kirchhorster See auch noch das Jacobiwäldchen zwischen Hornbach und der Kircher Straße als Standort im Gespräch. Neue Pläne sehen zusätzlich zum 50-Meter-Becken ein separates Nichtschwimmerbecken vor, womit auch die geplanten Baukosten steigen.

Drei denkbare Bauplätze fürs neue Hallenbad

Für Eckhard Bade, Vorsitzender des Schwimmclubs Altwarmbüchen und Aufsichtsratsvorsitzender der Hallenbad Isernhagen Betreiber GmbH, bleibt das Gelände des ehemaligen Soccerparks an der Seestraße, auf dem mittlerweile eine Flüchtlingsunterkunft steht, der Favorit. Mancher in der Politik sehe hingegen das Jacobiwäldchen im Vorteil, hat er aus den ersten Gesprächen mit den Fraktionen mitgenommen - schließlich soll die Grundschule im Sommer 2021 ins dann nahe Gebäude der heutigen Heinrich-Heller-Hauptschule umziehen. Bei Treffen mit CDU, SPD und Grünen hat Bade seine Pläne mittlerweile vorgestellt, mit FDP und AfD will er sich noch unterhalten.

CDU-Fraktionschef Helmut Lübeck befürchtet an der Seestraße gerade bei sommerlichen Temperaturen ein Parkchaos, wenn Hallenbad- auf Seebesucher träfen. Der Kirchhorster See sei für das „Altwarmbüchener Bad“ zumindest gefühlt zu weit weg, während das Jacobiwäldchen verkehrsgünstig zur Stadtbahn und zur neuen Grundschule liege. „Und machen wir uns nichts vor: Momentan ist das Wäldchen wahrlich kein Schmuckstück.“ Werde das Schwimmbad dort gebaut, bleibe auch noch genug Wald übrig, den man dann herrichten könne.

Naturschutzgebiet soll Abstand halten

Für Bürgermeister Arpad Bogya stellt auch die Fläche am Kirchhorster See eine denkbare Alternative dar. Zur Seestraße hat er sowohl aus städtebaulicher Sicht als auch hinsichtlich der geplanten Ausweitung des Naturschutzgebietes Altwarmbüchener Moor Bedenken – dieser Standort sei „massiv schwierig“. Um die vorgeschriebenen Abstände einhalten zu können, will sich die Gemeinde in ihrer Stellungnahme an die Region dafür stark machen, dass mit Blicks auf Schwimmbad die Grenze des geplanten Naturschutzgebiets gegenüber den Planungen um mindestens 100 Meter nach Osten verschoben wird.

Sein Konzept für das neue Hallenbad, das das in die Jahre gekommene Schwimmbad an der Bernhard-Rehkopf-Straße ersetzen soll, hat Eckhard Bade mittlerweile überarbeitet. Den Sanierungsstau im alten Bad habe ein Gutachter auf 1,705 Millionen Euro (bisher 1,5 Millionen) erhöht - und das, obwohl die Betreibergesellschaft in den vergangenen 15 Jahren schon 750.000 Euro aufgewendet habe.

Neue Pläne mit zweitem Becken

War die bisherige Planung von einem einzigen Becken ausgegangen, dessen Boden in einem Teilbereich nichtschwimmergerecht angehoben werden kann, so sieht das überarbeitete Konzept zusätzlich zum 50-Meter-Becken mit sechs Bahnen ein 12,50 x 6,75 Meter großes Ausbildungsbecken vor. Die prognostizierten Baukosten steigen damit von 3 auf 4,5 Millionen Euro – zuzüglich Grundstücks- und Planungskosten. Ein potenzieller Hauptsponsor steht laut Bade bereit, das finale Gespräch stehe allerdings noch aus. Der Jahresetat soll bei 750.000 Euro liegen, gegenüber knapp 300.000 Euro im alten Hallenbad.

Die Diskussion in den politischen Gremien soll laut Bürgermeister Bogya vor den Sommerferien beginnen. Bade rechnet nach wie vor mit einem Baustart im nächsten Jahr.

Von Frank Walter

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