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Umland Isernhagen Nachrichten Anwohner kritisiert wilde Partys auf dem Schulhof
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16:58 24.02.2018
Hinterlassenschaften des abendlichen Treibens an der Heinrich-Heller-Schule in Altwarmbüchen. Quelle: privat
Altwarmbüchen

Die Polizei und die Gemeindeverwaltung überlegen, wie sie abendliche Umtriebe von Jugendlichen und Heranwachsenden auf dem Grundstück der Heinrich-Heller-Schule und im Umfeld künftig wirksamer unterbinden können. Ein Anlieger kritisiert dort angeblich regelmäßige abendliche Treffen, bei denen Unruhe gestiftet werde – zuletzt Mitte Januar. Die Polizei und auch Ortsbürgermeister Philipp Neessen bestätigen diese Beobachtungen im Grundsatz.

In einem Schreiben an die Polizei, die Gemeindeverwaltung und den Ortsbürgermeister berichtet der Anwohner von Lärmbelästigungen durch Autos und offensichtlich frisierte Motorräder. Die Musik werde laut aufgedreht, Müll achtlos weggeschmissen und an Zäune uriniert. Innerhalb der Gruppe werde herumgepöbelt und an Laternen und Papierkörben randaliert. Zudem komme es zu „picknickartigen Saufgelagen“, und ganz offensichtlich würde auch Cannabis konsumiert, wie zahlreiche Blättchen und kleine Aluminiumfolien bewiesen. Offenbar sei das Grundstück der Heinrich-Heller-Schule mit dem überdachten Picknicktisch und vielen Verstecken optimal für „Gammeleien, Partys und Drogenkonsum“, so der Anwohner. Er bittet die Polizei darum, den Bereich vor allem mit steigenden Temperaturen abends zwischen 21 und 23 Uhr in die Streifenfahrten mit einzubeziehen.

Günter Heller, Leiter des zuständigen Polizeikommissariats Großburwgedel, weiß um die Auffälligkeiten im Bereich Lahriede/Jacobistraße in Altwarmbüchen. „Es hat durchaus berechtige Beschwerden gegeben.“ Das betreffe sowohl Sachbeschädigungen und Vermüllungen als auch Lärmbelästigungen. Sporadisch sei bei den Streifenfahrten auch Cannabis-Konsum festgestellt worden. Man nehme solche Hinweise ernst und beziehe diesen Bereich auch regelmäßig mit in die Streifenfahrten ein – wie im übrigen auch die Grundstücke der Grundschulen in Altwarmbüchen, Kirchhorst und H.B., wo es ebenfalls häufiger Hinweise auf Fehlverhalten von Jugendlichen gebe. Für den Bereich der Heinrich-Heller-Schule überlege man nun gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung, ob baulich etwas verändert werden könnte, beispielsweise durch Sperrpfosten oder eine andere Beleuchtung.

„Wir werden die Situation an der Schule weiter im Auge behalten, entsprechende Gespräche führen und reagieren“, sicherte Gemeindesprecherin Svenja Theunert auf Nachfrage zu. Die Jugendpflege schaue im Rahmen ihrer sogenannten „aufsuchenden Arbeit“ regelmäßig in den Abendstunden auch auf dem Außengelände der Heinrich-Heller-Schule vorbei. Allerdings würden dort selten junge Leute angetroffen. „Alle Angetroffenen zeigten sich in Gesprächen in der Vergangenheit, in denen es auch um angemessenes Verhalten, Müllvermeidung und teilweise um Alkoholkonsum ging, aufgeschlossen“, so die Sprecherin.

Von Frank Walter

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