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Großes Interesse an St.-Nikolai-Kirche

Isernhagen Großes Interesse an St.-Nikolai-Kirche

Die kleine mittelalterliche St.-Nikolai-Kirche ist zu bestimmten Zeiten immer für Besucher geöffnet. Gestern, am Tag des offenen Denkmals, der unter dem Motto "Macht und Pracht" stand, bot Kirchenhistorienkenner Klaus Busch Führungen an und gab Einblicke in die Geschichte des Kirchenbaus.

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Zur Führung gehörte auch ein Blick auf den alten Friedhof mit dem  prachtvollen Grabstein des Landwirtes Dehnecke aus dem 17. Jahrhundert.

Quelle: Heine

Kirchhorst. Zu den Zuhörern, die dieses Angebot nutzten, gehörte Linda Isler. "Ich bin im Juli nach Kirchhorst gezogen und möchte meinen neuen Heimatort kennenlernen", begründete sie ihr Interesse. Holger Bruns aus Altwarmbüchen war gekommen, um Näheres über die Kirche zu erfahren, in der sein Vater getauft und konfirmiert wurde. Auch Christina Roeder, die seit 1973 in Kirchhorst wohnt, freute sich über den Ausflug in die Heimatkunde. "Ich fahre täglich an der Kirche vorbei und möchte mein Wissen über unser schmuckes Gotteshaus vertiefen", sagte sie.

Klaus Busch bewies bei seiner Führung große Sachkenntnis unter Berücksichtigung des diesjährigen Mottos. Er machte seine Zuhörer zum Beispiel auf den aufwendig gestalteten Grabstein von Landwirt Dehnecke auf dem Kirchenfriedhof aufmerksam. Er sei 20 Jahre nach dem Dreißigjährigen Krieg entstanden und bringe zum Ausdruck, dass die Bauern zeigen wollten, dass sie etwas zu sagen haben, erklärte Busch.

Bei seiner Kirchenführung ging er auf die kunstvollen Wandmalereien im Inneren der ursprünglich romanischen Kapelle aus dem zwölften Jahrhundert ein. "Sie entfalten Pracht zur Ehre Gottes", erklärte er. Die Kirchengemeinde habe sich allerdings gegen zu viel Prunk entschieden und den barocken Altaraufsatz in die Sakristei verbannt.

Der hübsche barocke Taufengel, der im Kirchenschiff schwebt, sei 1678 von Pastorenfrau Bokelmann gestiftet worden, erzählte Busch. Sie habe dem Bildhauer auch gleich Modell gestanden. "Demut und Pracht lagen oft nahe beieinander", resümierte er.

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