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Umland Isernhagen Nachrichten Bürger machen ihrem Ärger mit Kreuzen Luft
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00:16 06.10.2017
Von Frank Walter
Ihnen reicht es: Nicole Schweitzer (von links), Arne Ungruh, Jürgen Thormann und Heike Haeseler protestieren mit großen Holzkreuzen gegen die Verkehrsbelastung auf der Burgwedeler Straße. Quelle: Frank Walter
Isernhagen H.B./N.B.

Am Haselhöfer Vorfeld stehen bereits Kreuze, nahe Voltmers Hof, auch an der Kurve in Höhe der Bahnhofstraße – und nach Meinung der Organisatoren sollen es noch viel mehr werden. Tatsächlich hatten sich diese gedanklich bei der Anti-Castor-Bewegung im Umkreis von Gorleben bedient, als sie in einem mehrstündigen Arbeitseinsatz nun 18 kleine und drei große Holzkreuze aus Holzlatten anfertigten und orange ansprühten. „Aber mittlerweile ist das Protest-X ja schon etabliert“, erinnert BI-Sprecherin Heike Haeseler an den Einsatz solcher Symbole beispielsweise auch durch die Gegner der Stromtrasse Südlink.

Auffällig sind die Kreuze im Kommunal-Orange allemal, und gern dürfen es noch mehr werden – auch in Isernhagen N.B.: „Unser Wunsch ist ein Kreuz auf jedem Grundstück an der Burgwedeler Straße“, sagt Haeseler – egal, ob man diese bei der BI per E-Mail an bi.aktion.l381@web.de gegen eine kleine Spende erwerbe oder selbst zu Säge und Sprühfarbe greife und sich dem Protest in Heimarbeit anschließe.

"Nehmen das nicht mehr hin!“

Gerichtet sind die Kreuze gegen den Schwerlastverkehr und generell das hohe Verkehrsaufkommen auf der Landesstraße 381. „Unsere Botschaft an die Bevölkerung lautet: Wir nehmen das nicht mehr hin!“, so die BI-Sprecherin. Möglicherweise werde die Kreuz-Aktion noch durch Banner ergänzt, die anders als die kleinen Zettel an den Holzlatten auch vom fahrenden Lastwagen aus zu lesen sind – vielleicht, so die Hoffnung, würde dann künftig mancher Fahrer doch statt der Ortsdurchfahrt eher den Weg über die Autobahn nehmen.

Dass es so wie jetzt nicht weitergehen könne auf der L381, da sei man sich auf den verschiedenen politischen Ebenen zwar einig. „Aber es passiert nichts“, ärgert sich BI-Mitglied Arne Ungruh. „Ist erst einmal ein Kind überfahren, ist das Geheule groß“, prognostiziert der direkte Anwohner der Burgwedeler Straße und hat weniger den Lärm als die Verkehrssicherheit vor Augen.

Wie ihre Mitstreiter hoffen Haeseler und Ungruh auf stationäre Blitzer, die die Gemeinde im nächsten Jahr anschaffen will, und auf das „Modellprojekt Tempo 30 in Niedersachsen“. „Ich wünsche mir auch ein Lkw-Verbot über 7,5 Tonnen“, fügt die BI-Sprecherin hinzu. Doch bis es vielleicht so weit ist, müssen nun erst einmal die orangefarbenen Holzkreuze als Zeichen des Protestes herhalten.

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