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Nachrichten Förderschule wird 2019 formell „aufgehoben“
Umland Isernhagen Nachrichten Förderschule wird 2019 formell „aufgehoben“
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02:02 10.03.2018
Im Sommer 2019 ist formell Schluss: Der Rat beschließt Mitte März über die die Aufhebung der Albert-Schweitzer-Förderschule.  Quelle: mal
Burgwedel

 Seit 2013 durfte im Zeichen der niedersächsischen Inklusionsgesetzgebung kein Kind mehr neu eingeschult werden in eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen. So ist die Schülerschaft der Albert-Schweitzer-Schule im Großburgwedeler Schulzentrum mehr oder weniger planmäßig und gesetzeskonform auf aktuell nur noch 11 Kinder geschrumpft. Die Lehrer betreuen Kinder mit Förderbedarf in den Regelschulen. Und für die  frei gewordenen Räumlichkeiten in der Schle selbst hat längst die Offene Ganztagsschule  den Zuschlag bekommen.

Da scheint es nur konsequent, dass die Albert-Schweitzer-Förderschule auch offiziell aufhört zu existieren – auf Vorschlag der Stadtverwaltung ist dafür der 31. Juli 2019 der Stichtag. Dem hat sich der Schulausschuss in seiner jüngsten Sitzung einstimmig angeschlossen angesichts der geringen Schülerzahl, die kein Schulleben und keine Angebotsvielfalt mehr zulasse. Zumal auch an allen Grundschulen des Einzugsbereichs Burgwedel und Isernhagen insgesamt gerade mal noch fünf Kinder mit dem Förderbedarf Lernen registriert sind.  Vor diesem Hintergrund wird die Stadt auch keinen Gebrauch machen von der  von Rot-Schwarz geschaffenen Möglichkeit einer Fortführung der Förderschule bis zum Schuljahr 2027/28.

Zwischentitel

Den sogenannten Aufhebungsbeschluss hat die Stadtverwaltung dem Schulausschuss mit einer reizvollen Perspektive versüßt. Sie ließ sich von den Kommunalpolitikern den  Auftrag erteilen, mit der Landesschulbehörde sowie der Region Hannover über die Einrichtung eines  „Regionalen Beratungs- und Unterstützungszentrums“ (RZI) zu verhandeln. Dafür ist die Stadt bereit, den Verwaltungstrakt der Albert-Schweiter-Schule zur Verfügung zu stellen. Die RZI in der Trägerschaft des Landes sollen überall  in Niedersachsen für alle Fragen der sonderpädagogischen Förderung und Unterstützung kompetente Ansprechpartner bieten.  Der Rat muss am 15. März noch grünes Licht für das Verhandlungsmandat geben.

Zwischentitel

Und wie geht es mit den verbliebenen Förderschülern weiter? Mit der Leitung der Albert-Schweitzer-Schule sowie der Schulaufsicht hat die Stadtverwaltung sich darauf verständigt, dass eine Kooperationsklasse gebildet wird. Diese werde, so Christiane Concilio,  auch über die Aufhebung der Schule hinaus solange weitergeführt, bis die Kinder einen Schulabschluss erlangt haben. 

 

Von Martin Lauber

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