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Umland Isernhagen Nachrichten Die Flamenco-Königin aus Isernhagen
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00:15 13.09.2017
Eindrücke vom Flamenco-Abend im Isernhagenhof. Quelle: Jürgen Zimmer
Isernhagen F.B.

Die Chefin der Companie, Gundula König (La Reina – die Königin), kann im Rampenlicht durchaus für eine Spanierin gehalten werden. Ist  sie aber nicht. Seit ihren Kindertagen in Isernhagen ist sie dem Tanz verfallen, sagt sie selbst. Im Flamenco hat sie die für sich bestmögliche Ausdrucksform gefunden: Flamenco sei viel mehr als ein Tanz, es sei ein Lebensgefühl.

„Un día – una vida!“ nannte König das von ihr künstlerisch gestaltete Programm, das unterschiedliche Phasen des Lebens, eingebettet in einen Tagesablauf erzählt: Eine Frau in weißem Unterkleid wacht langsam auf, dehnt und streckt sich. Sie macht Toilette, sehr lange. Während der Zeit, in der sich König an einem kleinen Tisch schminkt, haben die Sängerin Elva La Guardi, die Gitarristen Gilberto Torres und Thomas Hicksten sowie Perkussionist Manuel Hansen Gelegenheit, sich den etwa 160 Besuchern musikalisch zu nähern.

Für Flamenco-Laien ist vielleicht der Tanz das bestimmende Element des Flamencos. Kenner wissen, es ist der Gesang. „Cante“ nennt man diese raue, orientalisch anmutende Klage, von der Sängerin mit rhythmischem Klatschen unterlegt, die ursprünglich sogar unbegleitet vorgetragen wurde. Es war ein Genuss, diesen Profis zuzuhören, was sich auch an dem stürmischen Applaus ablesen ließ.

Dann tanzte sich La Reina durch den Tag mit den klassischen Flamencotanztechniken - rhythmische Fußarbeit, erhabene, ja arrogante Körperhaltung, teils winzige und dann wieder weit ausholende kraftvolle Arm- und Handbewegungen. Abends ist alle Last des Tages vergessen, da wird gefeiert. Freude und Trauer, Ausgelassenheit und Liebe – wunderbar und eindrucksvoll interpretiert von Gundula König, der Spanierin aus Isernhagen.

Fotostrecke Isernhagen: Die Flamenco-Königin aus Isernhagen

Von Jürgen Zimmer

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