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00:15 22.10.2017
Ein Hauch von Baywatch am Altwarmbüchener See: Seit 1982 wacht die DLRG Anderten am Ufer - zunächst nur mit Ruderbooten ausgestattet. Quelle: DLRG Anderten
Altwarmbüchen

Fast jeden Dienstag kommt Karl-Heinz Weber zum Training der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ins Anderter Hallenbad. 1500 Meter schwimmt der 83-Jährige pro Trainingseinheit – und das seit 1967. Mit ihm begann auch vor 50 Jahren die Geschichte der Ortsgruppe Anderten. „Die Jugend hier war schon gut organisiert. Es gab viele Vereine. Doch wir wurden sehr gut aufgenommen“, erinnert sich der Gründungsvater. Das neue Hallenbad und eine Schule in der Nähe waren im Oktober 1967 beste Voraussetzungen für einen guten Start. „1968 übernahm ich dann den Vorsitz, und es begann eine super Gemeinschaft“, sagt Weber. Eine Gemeinschaft, die über die Jahre enorm wuchs: Mit 300 Mitgliedern ist die DLRG in Anderten heute die größte Ortsgruppe in Hannover.

Die gemeinnützige Wasserrettungs- und Nothilfeorganisation arbeitet grundsätzlich ehrenamtlich. Hauptziel ist es, Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren. Das gelang auch den Rettungsschwimmern aus Anderten nicht immer. „Im Altwarmbüchener See, wo wir regelmäßig im Einsatz waren, sind uns auch Leute ertrunken. Die Jugendlichen haben dort manchmal viel getrunken und sind abends noch mal schwimmen gegangen“, erzählt Weber.

Weil die Grenze zwischen der Gemeinde Isernhagen und der Stadt Hannover quer durch den See verläuft, sind traditionell auch die Wachdienste der DLRG zweigeteilt. Am südlichen Badestrand auf hannoverschem Gebiet betreiben die Ortsgruppen Anderten und Misburg seit 1982 eine Rettungswachstation. Die ist in der Badesaison von Mitte Mai bis Anfang September sonnabends von 14 bis 20 Uhr und sonntags von 10 bis 20 Uhr besetzt. Am nördlichen Badestrand, auf Isernhagener Gebiet, wachen hingegen die Ortsgruppe Isernhagen und andere Gruppen aus dem DLRG-Bezirk Hannover-Land – ebenfalls seit der ersten Saison im Jahr 1982. Berührungspunkte gibt es dennoch: „Auf dem Wasser hilft man sich aus“, sagt Florian Wesemeier von der DLRG Anderten.

Bis 1999 war die Anderter Ortsgruppe nur mit Ruderbooten ausgestattet, dann kam „Kalle“: Das neue Motorboot wurde nach Gründungsmitglied Karl-Heinz Weber benannt. Später wurde die Flotte um die „Ondertunun“ ergänzt – das ist der ursprüngliche Name Andertens, so wie er im Jahr 985 erstmals erwähnt wurde. 21 Jahre lang leitete Weber die Ortsgruppe und erlebte Höhen und Tiefen – und auch nach 50 Jahren noch Überraschendes. „Wir haben im Sommer zwei Syrer am Altwarmbüchener See gerettet und ihnen danach das Schwimmen beigebracht.“

Entstanden beim Bau der Autobahn 37

Auch wenn der Name anderes suggeriert: Tatsächlich liegt der Altwarmbüchener See nur zu rund einem Fünftel auf Isernhagener Gemeindegebiet, der große Rest gehört zum Stadtgebiet Hannover. Namensgebend ist dennoch der nahe gelegene Isernhagener Ortsteil. Entstanden ist der 1500 Meter lange und maximal 450 Meter breite See beim Bau der A 37 Ende der Siebzigerjahre. Drei Jahre lang wurde dem Boden Sand und Kies entnommen, um die Trasse für die sogenannte Moorautobahn aufzuschütten. Eingeweiht wurde das künstliche Gewässer im Sommer 1982. Die Wasserfläche umfasst rund 48 Hektar – der Maschsee in Hannover bringt es auf etwa 76 Hektar. Die auf Isernhagener Gebiet liegende Insel ist als Vogelschutzgebiet ausgewiesen. Während vor allem Graugänse in großer Zahl vorkommen, gilt der See als eher fischarm. Das Wasser ist stark eisenhaltig und ähnelt einem sauren Heidesee. Der rund 3,5 Kilometer lange Rundweg ist bei Freizeitsportlern beliebt, die beiden Badestrände sind es bei Erholungssuchenden.

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