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00:16 02.07.2017
Ingrid Rexrodt ist auf der Suche nach Menschen, die Gräber auf dem Friedhof Neuwarmbüchen kennen und über die Personen Wissenswertes verraten können. Quelle: Jarolim-Vormeier
Neuwarmbüchen

Beispielsweise die Ruhestätte der Familie Heinrich Döpke: Drei Paare sind dort begraben wie auch Helmut Döpke, der 1942 während des Zweiten Weltkrieges im St. Omér in Frankreich  gestorben ist. Unter seinem Namen und den Geburts- und Sterbedaten ist der Satz "Ich will deines Namens gedenken von Kind zu Kindeskind" in Stein gemeißelt. "Das ist doch rührend, und in der Tat tragen viele Döpkes den Vornamen Heinrich oder Helmut", erzählt Ingrid Rexrodt, die mit dem ehemaligen, 2004 verstorbenen Bundeswirtschaftsminister Günter Rexrodt verheiratet war. Sie gehört zur Eigentümerfamilie des Guts Lohne: Die heute 69-Jährige ist eine gebürtige Hoyermann und die älteste von drei Schwestern.

Ein großes Familiengrab haben auch die Fittgars. Bis 1973 betrieb Heinrich Fittgar die Ziegelei Lohne. "Deshalb ist die Grabstätte aus roten Ziegeln errichtet", sagt Rexrodt.

Beim Rundgang über den Friedhof spricht Günther Lahmann Rexrodt an. Der 79-Jährige pflegt das Grab seines Sohnes Peer und seines Enkels Hendrik, der wiederum der Nachkomme seines jüngeren Sohnes Kai gewesen ist. Gleich kramt Lahmann, Wirt des gleichnamigen Gasthauses im Ort , in Erinnerungen. "Kennen Sie Ursel Strauß", fragt er Rexrodt. "Ja", antwortet die Frau. Sie habe im Dorf Post ausgetragen und außerdem sie, Ingrid, damals als Baby im Kinderwagen herumgefahren, erzählt er weiter. "Wirklich? Das wusste ich nicht", sagt Rexrodt überrascht. Beide unterhalten sich weiter über den Lehrer Heinz Timme und Rexrodts Schulfreundin Gudrun Firzlaff. Am Ende verabreden sich beide zum ausführlichen Austausch über Leute aus Neuwarmbüchen.

Denn Rexrodt hat bereits viele Grabsteine fotografiert und die jeweilige Geschichte zu der Person auf der Internetseite www.findagrave.com aufgeschrieben. Gleichwohl sucht sie weitere Informationen über Menschen aus Neuwarmbüchen, wann sie geboren und gestorben sind. "Denn viele Gräber sind bereits abgetragen worden", erklärt Rexrodt. Sie sucht also nicht nur nach weiteren Familien- und Lebensgeschichten, sondern würde sich auch über Fotos freuen. "Das können alte wie auch neue Bilder sein von Personen, Höfen und Betrieben in der Ortschaft."

Bekannt sind ihr zum Beispiel die Besitzer der zweiten Ziegelei, die Familie Ostermeyer. Auch an Namen von Flüchtlingen wie etwa Emma Jorde aus Tschechien, Paul Scholz und August Ruhnau aus Oberschlesien oder Felix Pochodzala aus Breslau erinnert sich Rexrodt. Wo aber die Familie Papahnke herkam, weiß sie nicht. "Aber möglicherweise erinnert sich jemand anders aus Neuwarmbüchen", sagt Rexrodt.

Sie hofft, dass sich viele Leute bei ihr melden - per E-Mail an ingrid.rexrodt@gmx.de oder per Brief an die Adresse Gut Lohne 26, 30916 Isernhagen. Nicht die einzigen Möglichkeiten, zur Vervollständigung der Neuwarmbüchener Ortsgeschichte beizutragen: "Angehörige können fehlende Gräber auch selber unterd em Stichwort "Friedhof Neuwarmbüchen" auf www.findagrave.com einstellen", sagt sie.

Von Katerina jarolim-vormeier

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