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Umland Isernhagen Nachrichten Filzknäuel gibt es schon für zwei Euro
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14:21 22.02.2018
Das günstigte Stück: Michael Müller zeigt ein Filzknäuel für zwei Euro. Quelle: Jarolim-Vormeier
Isernhagen F.B

 Wer glaubt, auf einem Kunsthandwerkermarkt unbedingt tief in die Tasche greifen zu müssen, der irrt. Kunsthandwerker Michael Müller verkauft bunte Filzknäuel bereits für zwei Euro. „Früher haben wir die Filzreste einfach weggeschmissen. Nun nähen wir sie zusammen, und die Kunden freuen sich darüber, ein günstiges Mitbringsel ergattert zu haben“, sagt der Mann aus dem Münsterland, der allerlei aus Filz herstellt. Genau auf der anderen Seite des Isernhagenhofs stellen Paul und Ulrike Hüls ihre Stahlskulpturen aus. Dort müssen die Besucher deutlich mehr aus dem Portemonnaie holen. Das Einzelstück in Form eines Schiffes kostet nämlich gleich 970 Euro. Allein das Material sei schon sehr teuer, begründet Künstler Paul Hüls den Preis.

Am Stand von Eliza Piazzese hingegen liegt das Preisniveau bei 80 bis 200 Euro. Die Berlinerin mischt das erste Mal im Isernhagenhof mit. Die Designerin  fertigt Hüte, Schals und auch Jacken aus verschiedenen Stoffen und näht darauf beispielsweise markante Blumen oder abstrakte Motive. Rote Verzierungen auf grauem oder schwarzem Stoff sind ihr Markenzeichen. Jedes Stück ist individuell, keines gibt es ein zweites Mal, sagt Piazzese - Mode solle zeitlos sein und der Trägerin Freude bereiten.

Keine Debütantin mehr ist Renate Schmidt. Die Künstlerin aus Paderborn stellt aufwendige Glas-Sand-Bilder her, die an Landschaften erinnern. Sie komme gern nach Isernhagen, weil das Publikum niveauvoll sei. Anderseits ist es Schmidt auch wichtig, dass die Kunsthandwerker wirklich Qualität böten. „Wir möchten uns von Hobbykünstlern abgrenzen.“

Was bei diesem Kunsthandwerkermarkt wichtig ist, fasst Organisatorin Michelle Posorski so zusammen: „Uns kommt es darauf an, Aussteller zu haben, die etwas Besonderes anbieten, nichts von der Stange.“ Dafür seien sie und ihr Mann Wolfgang stets auf der Suche nach frischen Impulsen. Deshalb schauten sie sich gern auf anderen Märkten um, um neue Künstler zu werben. „Der Markt soll einen Wiedererkennungswert haben, aber auch durch neue Arbeiten mehr Attraktivität erhalten.“

Geboten wurde an rund 40 Ständen eine bunte Palette aus Schmuck, Bildern, Glaskunst, Taschen, Selbstgeschneidertem und -gestricktem, Deko-Artikel, Skulpturen und jeder Menge mehr. „Es sollte für jeden Geschmack und jede Preislage etwas dabei sein“, sagt Posorski. 

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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