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Nachrichten Richtkranz weht über dem Feuerwehrhaus
Umland Isernhagen Nachrichten Richtkranz weht über dem Feuerwehrhaus
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00:17 22.02.2018
Polier Armin Barthel (links) prostet auf das neue Feuerwehrgerätehaus in Isernhagen H.B., daneben Maschinist Uwe Polinger. Quelle: Jarolim-Vormeier
Isernhagen H.B

Was lange währt, wird endlich gut: Die ersten Planungen für das neue Feuerwehrgerätehaus in Isernhagen H.B. liegen bereits zwei Jahrzehnte zurück, doch das gehört nun der Vergangenheit an. Am Freitagmittag wurde Richtfest gefeiert – für den neuen Leuchturm-Standort im Haselhöfer Vorfeld.

Ein Vorzeigestandort wird es auch deshalb, weil das Gerätehaus mit einem kräftigen Stromaggregat ausgestattet wird. „Wenn es in der Ortschaft einen Stromausfall geben sollte, können sich die Anwohner bei uns aufwärmen, ihr Mobiltelefon aufladen und eine warme Suppe bekommen“, erläuterte Ortsbrandmeister Robert de la Chaux stolz.

„Das Werk macht seinem Meister Ehr’, doch der Gemeinde noch viel mehr“, sagte Polier Armin Barthel seinen Richtspruch auf dem Dach des neuen Gebäudes auf. Lob für das neue Gerätehaus äußerte auch Bürgermeister Arpad Bogya. Er teile nicht die Meinung mancher, dass das Haus viel zu massiv wirke. Vielmehr passe es sich gut der Umgebung an. Und er dankte den beteiligten Firmen, dass die Arbeiten so gut voranschreiteten, trotz stürmischer Tage im Herbst und des aktuellen Frostes. Die Gemeinde Isernhagen investiert rund 3 Millionen Euro.

Ortsbürgermeister Simon Müller zitierte einen Spruch: „Auch mit Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man schöne Dinge bauen“, und erinnerte damit an die Wünsche der H.B.er Feuerwehr bereits vor 20 Jahren, die jetzt endlich umgesetzt würden. 

Seit dem Spatenstich im September sind mittlerweile 600 Kubikmeter Beton, 50 Tonnen Stahl, 400 Tonnen Betonfertigteile und 55 Kubikmeter Mauerwerk in dem 1300 Quadratmeter großen Gerätehaus verbaut worden. Nach dem Baubetriebshof und dem Feuerwehrhaus in Altwarmbüchen ist es der dritte Bau, den das Unternehmen Fechtelkord & Eggersmann für die Gemeinde errichten lässt. Der Bau werde wie geplant im Sommer bezugsfertig sein, kündigte Projektleiter Marc Wieneke an. 

Über insgesamt fünf Rolltore verfügt die Fahrzeughalle. Laut Ortsbrandmeister Robert de la Chaux werden nach Einzug vorerst aber nur vier Stellplätze benötigt. Doch schon im nächsten Jahr soll die Feuerwehr zusätzlich einen neuen Logistik-Gerätewagen erhalten. Zusammen mit dem Boot der Feuerwehr sei die Halle dann voll, so de la Chaux.

Die 42 Aktiven freuen sich schon auf das neue Domizil. Vermutlich im August oder September soll der Umzug erfolgen. Den wohl schönsten Raum mit rund 80 Quadratmetern erhalten die zwölfköpfige Kinder- und die 18-köpfige Jugendgruppe. „Im alten Feuerwehrhaus mussten sie mit sehr wenig Platz auskommen - deshalb sei es ihnen gegönnt“, sagt der Ortsbrandmeister mit einem Schmunzeln. Bei den Anwohnern will sich die Ortsfeuerwehr für die Unannehmlichkeiten der vergangenen Monate entschuldigen und plant für September oder Oktober einen Tag der offenen Tür.

Zukunft des alten Feuerwehrhauses ist offen

Was passiert mit dem alten Feuerwehrgerätehaus? Nach Vorstellungen des Ortsrates soll der Standort an der Straße An der Beeke künftig als Begegnungsstätte genutzt werden. Mit Nachdruck ist Ortsbürgermeister Simon Müller dabei, die Idee auch den Politikern im Gemeinderat schmackhaft zu machen. „Aber alles, was Geld kostet, findet derzeit im Rat keinen besonderen Anklang“, räumt der Christdemokrat ein.

Auch wenn derzeit noch gar nichts geklärt ist, denkt Bürgermeister Arpad Bogya eher an einen Abriss. „Die Hauptidee ist, das Grundstück zu verkaufen.“ Erst einmal aber solle die Feuerwehr umziehen, und danach werde sich die Politik mit dem Thema befassen.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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