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aber Bogya siegt wieder
Umland Isernhagen Nachrichten Kurz gezittert, 
aber Bogya siegt wieder
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04:28 28.05.2014
Quelle: Montage
Isernhagen

„Respekt. Ich werde mir Gedanken machen müssen“: Mit diesen Worten nahm Arpad Bogya (CDU) die Glückwünsche seines parteilosen Konkurrenten Stefan Baufeld entgegen. Der Kandidat des linken Lagers hatte beachtliche 21,2 Prozent der Stimmen geholt – und war damit der gefühlte Sieger des Wahlabends. „Das ist sehr viel mehr, als ich erwartet habe“, sagte Baufeld und strahlte.

Ganz im Gegensatz zu Christian Possienke, der gemeinsam für SPD und FDP angetreten war: Der Kirchhorster konnte die Enttäuschung über sein Ergebnis von nur 23,4 Prozent nicht verstecken: „Ich hatte mit 40 plus gerechnet.“ Auch die FDP-Chefin Christiane Hinze machte keinen Hehl aus ihrem Schock über den Wahlausgang: „Das hätte ich nicht erwartet. Es war eigentlich eine starke Wechselstimmung in Isernhagen zu spüren.“ Der Großteil der 55,2 Prozent der Wahlberechtigten, die gestern ihre Stimme abgegeben hatten, sah das offenbar anders.

Eine Theorie, die nicht nur Possienke als Grund für seine Niederlage hatte, bezog sich auf die Gestaltung des Wahlzettels – dort durfte hinter seinem Namen nur eine Partei aufgeführt sein, er hatte sich für die FDP entschieden: „Viele SPD-Wähler haben vergeblich ihre Partei gesucht und sich dann wahrscheinlich für Stefan Baufeld entschieden, der als Grüner gelistet war.“

Dass dieser so viele Isernhagener von sich überzeugen konnte, hat auch Bogya überrascht – im Gegensatz zum eigenen Ergebnis: „Ich bin damit nicht zufrieden, aber ich hatte es erwartet“, fand er klare Worte. „Ich bin sehr dankbar, feiern werde ich es jedoch nicht. Es zeigt, dass ich vielen auf die Füße getreten bin.“ Bei seiner ersten Wiederwahl 2006 war der CDU-Mann noch mit 68,8 Prozent als Rathauschef bestätigt worden.

Was Bogya jetzt ändern möchte? „Wir müssen wieder den Dialog suchen und von ideologischen Debatten wegkommen.“

Wahl mit zwei Gewinnern

Die Bürgermeisterwahl in Isernhagen hat nicht nur einen, sondern gleich zwei Gewinner hervorgebracht – und einen klaren Verlierer. Dass Amtsinhaber Arpad Bogya im konservativen Isernhagen die meisten Stimmen auf sich vereinen würde, war zu erwarten. Das einzige Fragezeichen war, ob es ohne Stichwahl für eine weitere Amtszeit reichen würde. Das ist dem 61-Jährigen gelungen, obwohl er sich in den vergangenen 20 Jahren beileibe nicht nur Freunde gemacht hat – und mit einem Gegenkandidaten aus dem bürgerlichen Lager die Vorzeichen dieses Mal ohnehin schlechter standen. Als Gewinner darf sich aber auch Stefan Baufeld fühlen – ist es dem ehemaligen Linken doch gelungen, auf Augenhöhe mit Christian Possienke zu landen. Der Kirchhorster ist der einzige, der sich als Verlierer fühlen muss. Selbst in seinem Heimatort ist es ihm nicht gelungen, die 30-Prozent-Marke zu knacken. Angetreten, die Wahl zu gewinnen, hat ihn die Stimmauszählung gestern schnell eines Besseren belehrt.

Alle Parteien außer der CDU wollten unbedingt den Wechsel im Rathaus – und haben jetzt gelernt, dass es nicht schlau war, dabei auf zwei Karten zu setzen.

Von Frank Walter

Von Frank Walter
 und Carina Bahl

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