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Umland Isernhagen Nachrichten Herrin der Skulpturen gestorben
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16:21 11.01.2017
Karina Türr beim Einrichten einer Ausstellung im Skulpturenforum. Quelle: Martin Lauber
Isernhagen H.B.

Ihrem Wunsch gemäß wird die Verstorbene am 27. Januar auf See bestattet. Für Anfang Februar planen Künstler und Freunde eine Trauerfeier in einer hannoverschen Galerie.

Bevor sie anno 2004 ihr Elternhaus an der Burgwedeler Straße in H.B. samt parkähnlichem Garten zum Skulpturenforum um- und ausbaute, hatte sich die Professorin für Kunstgeschichte an den Universitäten von Duisburg, Köln und Erlangen viele Jahre intensiv mit figurativer Bildhauerei beschäftigt. In ihrer lichtdurchfluteten Galerie und im Skulpturenpark in H.B. konnten sich Besucher nur schwer der Präsenz der teils lebensgroßen Kunstgestalten entziehen, zwischen denen Karina Türr mit ihren beiden Rottweilern lebte.

Das Who is Who der zeitgenössischen realistischen Plastik stellte die Galeristin ohne ausgeprägte kommerzielle Neigungen in der Hohenhorster Bauerschaft aus. „Malerei ist mir zu einfach. Skulptur kann viel mehr ausdrücken“, fand sie – vor allem Plastiken voller Spott und Gesellschaftskritik präsentierte sie in ihrem umgebauten Elternhaus. Als sich dort anno 2010 der Künstlerbund „Zeitzeugen“ zusammenschloss, war das Skulpturenforum in H.B. zeitweise nationaler Treff- und Kristallisationspunkt der Künstler, die sich der realistischen Skulptur verschrieben haben.

Alle Bemühungen der emeritierten Professorin, das Forum nach ihrem Tod als Stätte für die Kunst zu erhalten, konkretisierten sich indes nicht. Zwischenzeitlich war auch die Bürgerstiftung Isernhagen als Erbin im Gespräch – allerdings mit der schwer erfüllbaren Maßgabe, dass Haus und Garten Residenz eines Künstlers sein sollten, der das Skulpturenforum weiter führen solle. Diese Lösung kam nicht zustande. Der Kunstgeschichte hinterlässt Karina Türr neben zahlreichen weiteren Publikationen das erste Grundlagenwerk über die bis dato vernachlässigte jüngere realistische Bildhauerei in Deutschland. „Meine Spättat“ nannte sie diesen Kraftakt, bei dessen Realisierung sie von der Bürgerstiftung anno 2014 unterstützt wurde.

Von Frank Walter

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