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Umland Isernhagen Nachrichten Gemeinde soll neuen Container-Standort suchen
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00:17 28.02.2018
Schwarze Säcke unbekannten Inhalts stehen neben den Altpapiercontainern: Illegal entsorgter Müll ärgert (nicht nur) den Ortsrat. Quelle: Jarolim-Vormeier
Kirchhorst

Schon wieder liegen haufenweise blaue und schwarze Säcke unbekannten Inhalts neben den Altpapierbehältern: Die Vermüllung des Wertstoffsammelplatzes an der Zufahrt zum Kirchhorster See nimmt kein Ende. Deshalb hat der Ortsrat nun die Gemeindeverwaltung beauftragt, einen neuen Standort für die Container zu suchen sowie alternativ die Schließung des bisherigen Sammelplatzes zu prüfen. 

Mitarbeiter der Abfallwirtschaft Region Hannover (Aha) fahren den Sammelplatz nach Aussage einer Unternehmenssprecherin an fast jedem Werktag an, um dort für Ordnung zu sorgen und neu abgeladenen Restmüll zu entsorgen. Das passiert auf Kosten aller Gebührenzahler. Zuletzt hatte sogar eine Rattenplage am Sammelplatz für Aufsehen gesorgt. Der entsprechende Erdhügel mit Dutzenden Rattenlöchern auf dem benachbarten Gewerbegrundstück ist mittlerweile beseitigt, die Nager haben sich aber augenscheinlich in einen nahen Sandhügel neue Gänge gegraben.

Den Vorschlag eines Kirchhorster Bürgers, den Müllsammelplatz vom Gewerbegebiet Südlich Trennemoor in die Nähe der Kirchhorster Kaffeestuben zu verlagern, lehnte der Ortsrat einstimmig ab. Das sei den Gästen dort nicht zuzumuten, sagte Grünen-Ratsfrau Sigrun Bilges. Und auch die weitere Idee für einen neuen Standort am Kirchhorster Feuerwehrhaus sorgte für Protest: „Wir sind keine Wächter für einen Müllsammelplatz“, machte Ortsbrandmeister Arne Zilling deutlich. Der Ortsrat folgte dem Einwand – und somit war auch dieser Vorschlag schnell vom Tisch. 

Der Standort am Kirchhorster See sei damals eine schlechte Entscheidung gewesen, räumte Ulrich von Rautenkranz (FDP) ein. Ein Gewerbegebiet lade immer zur illegaler Müllentsorgung ein. Ad hoc fanden die Politiker in der Sitzung keine Alternative. „Wenn es nicht geht, muss der Platz eben ganz geschlossen werden“, sagte Ortsbürgermeister Herbert Löffler (SPD). Der Wusch der CDU, eine Überwachungskamera an der Wertstoffinsel nahe des Sees zu installieren, stieß hingegen auf wenig Zustimmung. 

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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