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Nachrichten Mini-Altwarmbüchen entsteht im Wohnzimmer
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00:19 07.07.2018
Drei mal 2,5 Meter groß soll das Modell von Altwarmbüchen werden. Quelle: Elena Everding
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Altwarmbüchen

Drei mal zweieinhalb Meter groß soll es einmal werden – das Modell von Altwarmbüchen. Der begeisterte Hobbymodellbauer Janusz Dymurski, der selbst in Altwarmbüchen wohnt, arbeitet zurzeit an dem großen Projekt. Mit viel Liebe zum Detail und Durchhaltevermögen möchte er das Miniaturabbild im Maßstab 1:1000 im nächsten Jahr fertigstellen, wofür er allerdings noch Sponsoren braucht.

Das Südufer des Altwarmbüchener Sees ist bereits von zahlreichen Bäumen gesäumt. 6.000 stehen bereits dort, schätzt der 35-Jährige. Fertig ist das Modell aber noch lange nicht. Es wächst in Richtung Norden. Die ersten Häuser an der Seestraße stehen bereits. Dahinter schließt sich der Ortskern Altwarmbüchens an, den Dymurski bereits vor einiger Zeit fertiggestellt hat, an. Das Gebiet zwischen Stadtbahnlinie, Hannoversche Straße und Farrelweg stellte er im letzten Jahr bereits im A2-Center aus – nun erweitert er das Modell. Alle Gebäude, 200 Mini-Autos und sogar das „Blaue Band“ auf dem Rathausplatz hat er maßstabsgetreu nachgebaut.

Sechs Styroporplatten hat Dymurski bereits mit Farbe und vielen Details verziert, 15 sollen es einmal werden. Sie lagern in einem Regal in seiner Altwarmbüchener Wohnung – und der Platz wird langsam knapp. Jeden Tag arbeitet der Textilreiniger nach Feierabend an seinem Projekt. Er muss viel Geduld für sein Hobby aufbringen: „Jeden einzelnen Baum forme ich per Hand aus Watte“, erzählt er.

Ein Modell von Altwarmbüchen baut zurzeit Janusz Dymurski. Ein drei mal 2,5 Meter großes Abbild des Ortsteils baut der Altwarmbüchener Hobbymodellbauer zurzeit und sucht dafür noch Sponsoren.

Viel Kreativität und Improvisationstalent ist beim Modellbauen gefragt, das wird schnell deutlich. Alle Teile des Modells stellt Dymurski selbst aus Materialien wie Kunststoff, Styropor, Holz oder Metall her. Diese bekommt er zum Teil aus dem Internet oder aus Läden für Architekten-Bedarf. Vor allem die Klebstoffe und Farben kosten viel Geld. Der Modellbauer ist deshalb auf der Suche nach Sponsoren für sein Projekt.

Das Modell von Altwarmbüchen soll, wenn es fertiggestellt ist, bis zum Neubaugebiet Wietzeaue mit der dort ansässigen Kindertagesstätte reichen. Nach und nach zieren immer mehr Details das Modell: Die winzigen Häuser bekommen ein Dach aus Holz, später will der 35-Jährige sie farbig bemalen. Den Altwarmbüchener See möchte er später noch mit einem glänzenden Lack bemalen, sodass er wie echtes Wasser spiegelt. Für die Bäume hat er bereits 330 Meter Draht verbraucht. „Am Ende wird es knapp ein Kilometer Draht werden“, sagt der Hobbymodellbauer.

Bereits als Kind hat er seine Faszination für das Modellbauen entdeckt. Als junger Mann baute er dann unter anderem Modelle von Brücken, Zeitungen und der NDR berichteten schon damals über ihn. Seit 2010 baut er Modelle von Fernsehtürmen auf der ganzen Welt, die höher als 200 Meter sind – darunter auch der Telemax in Hannover.

In einem Buch dokumentiert Dymurski genau, wie lange er jeden Tag an seinem Modell gearbeitet hat. Zwischen 20 und 40 Stunden im Monat sind es meistens. Er wohnt zusammen mit seiner Frau und ihren zwei kleinen Kindern im Ortskern Altwarmbüchens. „Meine Familie unterstützt mich bei meinem Hobby“, sagt er.

Die Vorlage für das Abbild des Ortes bekommt er von Google Maps, wo er Satellitenbilder ausmisst. Diese überträgt er dann auf die Styroporplatten. „Im Oktober 2019 möchte ich das Modell fertig haben“, sagt Dymurski – bisher sei er im Zeitplan. Er ist noch auf der suche nach einem geeigneten Ausstellungsort für den Nachbau. Wer einen solchen zur Verfügung stellen möchte, kann sich bei ihm per Mail unter janusch1982@gmx.de melden.

Von Elena Everding

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