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Planungen für neues Schwimmbad nehmen Formen an

Isernhagen Planungen für neues Schwimmbad nehmen Formen an

Der Schwimmclub-Vorsitzende Eckard Bade und Isernhagens Bürgermeister Arpad Bogya sprechen sich für den Bau eines neuen Schwimmbads aus. Das Hallenbad in Altwarmbüchen steht damit wohl mittelfristig vor dem Aus. 

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Das Hallenbad Altwarmbüchen ist in die Jahre gekommen, ein Neubau wird immer wahrscheinlicher.

Quelle: Bahl (Archiv)

Isernhagen. Die Planungen zum Bau eines neuen Wettkampf-Schwimmbades in Isernhagen nehmen Fahrt auf. Eckhard Bade, Vorsitzender des Schwimmclubs Altwarmbüchen und Aufsichtsratsvorsitzender der Hallenbad Isernhagen Betreiber GmbH, berichtet von konstruktiven Gesprächen mit Bürgermeister Arpad Bogya. Beide sind an dem Bau eines neuen Schwimmbades interessiert. 

Für das bisherige Hallenbad, das seit 2003 unter der Ägide der Hallenbad Isernhagen Betreiber GmbH  betrieben wird, bedeutet dies langfristig wohl das Aus. Eine weitere Sanierung des Schwimmbads aus den Siebzigerjahren scheint vom Tisch – zu teuer. Bade rechnet mit einem Abriss jedoch nicht vor 2019. „In diesem Jahr wollen wir erst einmal die Planungen vorantreiben und Genehmigungen zum Bau einholen.“

„Die Pläne sind schon recht weit fortgeschritten“, berichtet Bade, der sich seit Jahren um die Verbesserung der Schwimmmöglichkeiten in Isernhagen bemüht. Bald will er den Ratsfraktionen seinen Vorschlag unterbreiten –ein neues Schwimmbad auf dem Gelände des ehemaligen Soccerparks an der Seestraße. Nach Auskunft von Bürgermeister Arpad Bogya ist für die dortige Flüchtlingsunterkunft eine Nutzung bis Ende 2019 vertraglich festgelegt. 

Denkbar wäre zum anderen auch ein Bau auf dem Areal am Kirchhorster See, für das es zuletzt Pläne für ein Tagungshotel gegeben hatte. Diese habe sich mittlerweile erledigt, das Grundstück wird dennoch gerade per Bebauungsplan als Freizeit- und Sportfläche ausgewiesen. 

Bade: Spaßbäder gibt es genug

Investor und Betreiber des neuen Schwimmbads soll die Hallenbad Isernhagen Betreiber GmbH sein. Bade hofft, die Finanzierung in den nächsten vier Monaten abzusichern. „Dann haben wir eine konkrete Basis, mit der wir weiter arbeiten können.“ Mit rund drei Millionen Euro Kosten rechnet Bade – ohne Grundstücksankäufe. Ihm schwebt eine Kreditfinanzierung mit Bürgschaft durch die Gemeinde vor. Dazu will sich der Bürgermeister aber noch nicht äußern.

Das neue Bad soll ganz klar eine funktionale Ausrichtung haben – im Gegensatz zu Spaßbädern, die es laut Bade mittlerweile hinreichend gebe. „Hier sollen die Gäste das Schwimmen trainieren – vom Nicht- bis zum Leistungsschwimmer“, stellt der Vorsitzende der Betreibergesellschaft klar. Vor Augen hat er ein 50 Meter langes reines Sportbecken, das in der Mitte mit einer Trennwand teilbar ist. Auf diese Weise könnten zum Beispiel Schwimmanfänger auf der einen Seite üben und Wettkampfschwimmer auf der anderen. „Auch das Aqua-Jogging könnte so vom normalen Schwimmbetrieb abgetrennt werden.“ Vereine und Schulgruppen sollen im neuen Bad regelmäßig zu Gast sein. Und dank der Größe soll auch für den öffentlichen Badebetrieb mehr Zeit sein. 

„Die Verwaltung hält es für eine gute Idee, ein neues Schwimmbad zu bauen“, sagt Bürgermeister Arpad Bogya. Wichtig sei, dass die öffentliche Nutzung erhalten bleibe, also dass die Schulen und die Teilnehmer am Aqua-Jogging weiterhin Angebote nutzen könnten. 

Das starke Interesse der Gemeinde erklärt sich Bade mit der Bevölkerungsstruktur Isernhagens. „Es ziehen immer mehr junge Familien hierher. Diese Kinder sind unsere Zukunft.“ Sein Schwimmclub mache es sich seit Jahren zur Aufgabe, aus Nichtschwimmern Schwimmer zu machen und aus Schwimmern sichere Schwimmer. Neben dem Breitensport ist der Verein auch an der Förderung der Schwimm-Elite interessiert. „Wir sind im Leistungssport gut aufgestellt“, sagt Bade und verweist nicht ohne Stolz auf Teilnahmen von Vereinsmitgliedern bis hoch zu den Deutschen Meisterschaften. Insgesamt sieht Bade seinen Verein als kompetenten Partner für die Gemeinde. „Wir stellen in Sachen Schwimmsport Verlässlichkeit für die Gemeinde dar und sind ein Aushängeschild für den Leistungssport.“ 

Bades einstige Idee, das neue Schwimmbad zu einem norddeutschen Triathlon-Zentrum zu machen, ist noch nicht vom Tisch. „Doch zunächst müssen wir für klare Verhältnisse sorgen“, sagt der Schwimmclub-Vorsitzende. Sicher sei, dass der Neubau unter kostengünstigsten Gesichtpunkten geplant werden solle. Ideal sei ein Allwetterbad, das im Sommer auch als Freibad genutzt werden könne. 

Über den Stand der Planungen wird Bade die Gäste beim Neujahrsempfang des Schwimmclubs am Sonntag, 7. Januar, informieren. Vereinsmitglieder und Interessierte sind für 11 Uhr ins Hallenbad eingeladen.

Von Gabriele Gerner

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