Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Hüpfende Herzen in der Grundschule
Umland Isernhagen Nachrichten Hüpfende Herzen in der Grundschule
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 17.09.2017
Gleich mit zwei Seilen zu springen - dafür gibt es besonders viel Applaus. Quelle: Elena Everding
Anzeige
Altwarmbüchen

Die Schüler der Klasse 4c stehen in einer Reihe hintereinander. Workshop-Leiterin Deborah Zoey Bilverstone und Hospitantin Lena Körting nehmen gemeinsam ein langes Springseil in die Hand und ziehen es unter den Kindern hindurch. Die müssen aufpassen, um genau im richtigen Moment hoch zu springen. Erster Versuch, zweiter Versuch, beim dritten Mal klappt es dann endlich.

Dies ist nur die Generalprobe, gleich werden die dritten und anderen vierten Klassen in die Turnhalle kommen, um sich die Vorführung anzuschauen. Das Projekt „Skipping Hearts“ (zu deutsch: hüpfende Herzen) der Deutschen Herzstiftung kommt jedes Jahr in die Grundschule Altwarmbüchen. Immer darf eine andere Klasse die Sportart Rope Skipping, also die sportliche Form des Seilspringens, kostenlos ausprobieren.

„Jedes fünfte Kind weltweit ist übergewichtig“, stellt Bilverstone fest. Der Bewegungsmangel bei Kindern sei ein großes Problem. Dadurch steige das Risiko, später an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu leiden. „Mir ist es wichtig, bei den Schülern einen neuen Bewegungsimpuls zu setzten“, sagt Bilverstone.

Seit mehr als Jahren geht „Skipping Hearts“ in mehreren Bundesländern an Grundschulen, um die Kinder zur Bewegung zu bringen. Seilspringen klingt simpel, doch es gibt verschiedene Sprungtechniken, die allein, zu zweit oder in der Gruppe absolviert werden können. Sie tragen Namen wie „Criss-Cross“, „Side Straddle“ oder „Jogging Step“, und dabei wird den Kindern einiges abverlangt. So trainiert das Seilspringen die Koordination, Ausdauer und Schnelligkeit – und damit auch das Herz.

„Wir hatten gerade Rope Skipping im Sportunterricht“, erzählt Meike Thonemann, Sportlehrerin der 4c. Der Besuch des Projektes kommt also zur rechten Zeit. Die Schüler haben sichtlich Spaß am Hüpfen, auch wenn jeder ab und zu mal über das Seil stolpert. Vor allem die Partnersprünge kommen super an, erfordern aber auch besondere Koordination.

Dann ist der große Moment gekommen: Die Mitschüler strömen in die Turnhalle und warten gespannt auf die Vorführung. Die 4c hatte nur zwei Stunden Zeit, die verschiedenen Sprünge zu üben. Doch kein Problem für die Schüler: Sie zeigen zu flotter Popmusik das ganze Repertoire in verschiedenen Formationen. Zum Schluss steht das Springen über das Seil in einer Reihe an – diesmal klappt es beim ersten Versuch. Das gibt jede Menge Applaus von den Mitschülern.

„Die Kinder waren heute sehr motiviert“, meint Bilverstone zufrieden. Sie hofft, dass es nicht bei dem einen Tag Seilspringen bleibt. Durch das Projekt haben schon viele Kinder mit der Sportart begonnen und tun so regelmäßig etwas für ihre Gesundheit. Dass das Herz beim ständigen Hüpfen schneller schlägt, das dürfte den Kindern nun klar sein. Vielleicht beginnt nun der ein oder andere mit Seilspringen oder einer anderen Sportart – welche, ist ja eigentlich auch zweitrangig.

Fotostrecke Isernhagen: Hüpfende Herzen in der Grundschule

Von Elena Everding

Ein Lastwagenfahrer hat am Mittwochnachmittag in Altwarmbüchen Unfallflucht begangen – ausgerechnet in der Nähe der Polizeistation. Jetzt hofft die Polizei auf weitere Zeugen.

Frank Walter 17.09.2017

Die Begeisterung für seine neue Aufgabe ist Christian Krause anzusehen. Der 38-Jährige ist seit Anfang September neuer Manager des A2-Centers und sprudelt nur so von Ideen. Aktionen machen, die Nachbarschaft einbeziehen, Kunden befragen - die Inspirationen kommen beim frischgebackenen Langenhagener wie aus einem Wasserfall.

17.09.2017

Die vier Wasserrohrbrüche, bei denen Zehntausende Kubikmeter Wasser Straßen in N.B. und K.B. überflutet hatten, haben weitreichende Folgen: Der Versorger Enercity muss Teile der beiden Hauptwasserleitungen durch Isernhagen erneuern, was für den Autoverkehr in den Altdörfern möglicherweise massive Auswirkungen hat.

Frank Walter 15.10.2017
Anzeige