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So schützen Isernhagens Kinder das Klima

Isernhagen So schützen Isernhagens Kinder das Klima

Sechs Schule und vier Kindertagesstätten engagieren sich beim Klima-Projekt "Mitgedacht & Mitgemacht". Für ihre zahlreichen Ideen und Aktivitäten wurden sie nun von der Gemeinde Isernhagen ausgezeichnet.

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Die Schüler der Neuwarmbüchener Grundschule präsentieren ihre Arbeiten: Marten-Josef (von links), Hannes, Philippa und Leonas.

Quelle: Priesemann

Isernhagen. Dass die Kinder beim Klima-Projekt „Mitgedacht & Mitgemacht“ etwas gelernt haben, stellte ein Mädchen der Kindertagesstätte Neuwarmbüchen unter Beweis. Als sie von Isernhagens Bürgermeister Arpad Bogya am Rande der Prämienübergabe im Raatsaal gefragt wurde, wo denn die Verpackung des Weingummis hingehöre, das sie gerade verspeiste, antwortete sie aus tiefer Überzeugung: „In den Müll.“

Abfall war tatsächlich ein viel behandeltes Thema beim Projekt, mit dem sechs Schulen sowie vier Kindertagesstätten Energie sparen und das Klima schonen wollten. In der Friedrich-Dierks-Grundschule in H.B. etwa stehen nun in den Räumen drei unterschiedliche Mülleimer, damit die Weingummi-Verpackung auch im dafür vorgesehenen Plastikmüll landet.

Doch es ging um mehr als nur Müll: Die einzelnen Aktionen waren so umfangreich, dass sich selbst die Projektkoordinatorin Andrea Wernecke von der Klimaschutzagentur der Region erstaunt zeigte, als die Einrichtungen ihre Aktivitäten am Dienstagnachmittag präsentierten. „Von einigen Ideen wusste ich bisher auch noch nichts“, sagte sie überrascht.

Die Kindertagesstätten beschäftigten sich, ausgerüstet mit Klima-Koffern, mit dem Thema Wind und Wasser, in der Kita Kunterbunt backten die Kinder sogar selbst Brot. Die Grundschulen machten Klima-Frühstücke und besuchten Gärtnereien. Und die Großen in der Realschule Isernhagen nahmen am Stadtradeln teil und fragten sich im Unterricht, ob man nicht lieber mehr Insekten als Fleisch essen sollten. Später kochten und aßen sie dann selbst welche.

Darüber hinaus waren an den Schulen jede Menge Energie-Manager und -Detektive unterwegs. Sie prüften, ob die Mitschüler auch das Licht ausgeschaltet und die Heizung abgedreht hatten. Das Caritas Familienzentrum St. Margarete setzte sogar noch früher an: „Wir haben auch unsere Krippenkinder mit einbezogen“, sagte Beate Wahl.

Für ihre zahlreichen Ideen und Aktivitäten zeichnete die Gemeinde die Kitas und Schulen mit insgesamt 5000 Euro aus. Das Gymnasium bekam bei den Schulen mit 832 Euro die höchste Prämie ausgeschüttet, in der anderen Kategorie profitierte die Kita Isernhagen H.B. mit 544 Euro am meisten.

Der Schulausschuss will das Projekt, das zu 65 Prozent durch die Nationale Klimaschutzinitiative sowie die Energiewerke und Gemeindewerke Isernhagen gefördert wird, auch nach dem Ende des dreijährigen Förderzeitraums 2018 fortsetzen. Der Rat muss dem noch zustimmen und jährlich 12 000 Euro zur Verfügung stellen. Dann sollen auch die übrigen Schulen und Kitas eingebunden werden.

Dass das vermittelte Wissen nachhaltig ist, zeigten die Grundschüler aus Neuwarmbüchen. „Ich habe meine Mutter beim Einkaufen überredet, lieber Äpfel aus der Region zunehmen“, sagte Leonas. Die Familie von Hannes geht nur noch mit Stofftaschen einkaufen. Philippa achtet zu Hause darauf, dass das Licht nicht mehr brennt, wenn niemand im Zimmer ist. „Und wenn es doch der Fall ist, dann mache ich es aus“, sagte sie.

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Von Sascha Priesemann

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