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00:44 26.03.2018
Jan Schermer (von links), Erika Becker, Heike Haeseler, Günther Kapahnke und Angelika Meißner-Mähl suchen neue Vorstandsmitglieder für den Umweltschutzverein. Quelle: Jarolim-Vormeier
Isernhagen H.B

 Erst war es der Giftmüll. Der vor 29 Jahren gegründete Umweltschutzverein Isernhagen konnte damals die Entsorgung von Sondermüll durch die Firma Edelhoff, die heute Remondis heißt, in H.B. verhindern. Mittlerweile bündelt der Verein viele virulente Umweltthemen wie auch die Bürgerinitiativen, die sich  darum kümmern. Heute geht es um Fluglärm, um Schwerlastverkehr, die Stromtrasse Südlink und Klärschlammverbrennung.

Die Umweltschützer wollen die Verlängerung der 2019 auslaufenden Betriebsgenehmigung für Nachtflüge verhindern. Zusammen mit der Bürgerinitiative L 381 setzen sie sich für die Reduzierung des Verkehrs und mehr Sicherheit auf der Landesstraße ein. Und sie verfolgen mit Argusaugen die Planung für eine Klärschlammverbrennungsanlage auf der Laher Deponie ebenso wie die weitere Entwicklung der Stromtrasse Südlink.

Für die einzelnen aktiven Arbeitsgruppen gibt es reichlich Mitglieder, aber was fehlt, ist eine komplette schlagkräftige Führungsmannschaft für den Umweltschutzverein. Der Posten des Vorsitzenden ist schon seit 2014 nicht mehr besetzt. Händeringend werden neue und möglichst jüngere Vorstandsmitglieder gesucht, denn „der Verein soll sich für die Zukunft neu ausrichten“, erklärt Schriftführerin Erika Becker. Die 84-Jährige ist seit Jahrzehnten für den Umweltschutz in Isernhagen aktiv und blickt auf eine ebenso lange Vorstandsarbeit zurück. Nun müsse aber ein Generationswechsel vollzogen werden. Auch für die 70-jährige stellvertretende Vorsitzende Angelika Meißner-Mähls wird in der Jahresversammlung im Mai eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger gesucht.

Die Mitgliederentwicklung stimmt: Die Zahl hat sich auf 170 erhöht. Allein seit dem letzten Sommer gab es 30 Neuzugänge –bedingt durch die Bildung der Bürgerinitiativen L 381 und Fluglärm, die jetzt unter dem Dach des Umweltschutzvereins zusammenarbeiten, erklärt die Schriftführerin. 

Seit der Gründung des Vereins am 15. Dezember 1988 setzen sich die Mitglieder für mehr Umweltschutz und Lebensqualität in Isernhagen und Umgebung ein. Sie blicken dabei auf echte Erfolge zurück. Beispielsweise erreichten sie 2008, dass kein Asbestschlamm von der Wunstorfer Fulgurit-Halde auf die Deponie Lahe verlagert wurde. Damals sollten Lastwagen das asbesthaltige Material über die A 2 nach Altwarmbüchen transportieren, erinnert sich Meißner-Mähl. Das Oberverwaltungsgerichts Lüneburg ordnete für die Transporte scharfe Sicherheitsvorkehrungen an, so wurde das Vorhaben 2009 gestoppt.

Künftig will der Unweltschutzverein sich auch mehr um den öffentlichen Nahverkehr und die Ortsentwicklung der Altdörfer kümmern. Dafür sollen neue Arbeitsgruppen gebildet werden. Auch eine eigene Verkehrszählung an der L 381, deren Anlieger unter Verkehrslärm ächzen, ist geplant –in naher Zukunft. „Den Termin verraten wir aber nicht“, sagt Haeseler.

Mitmachen lohnt, wirbt die Kassierin: „Wir setzen uns hart, aber herzlich auseinander.“ Dabei sei Teamfähigkeit gefragt –  und keine Selbstdarsteller. Die Erfolge führt sie darauf zurück, dass der Verein sehr gut vernetzt ist. Und auf die Hartnäckigkeit der Mitglieder, die stets bohrten, um an Informationen heranzukommen. „Nur so erreicht man was.“ 

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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