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Isernhagen Festnahme: 58-Jähriger soll 192 Autos aufgebrochen haben
Umland Isernhagen Festnahme: 58-Jähriger soll 192 Autos aufgebrochen haben
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17:37 06.08.2018
Bis zu 192 Fahrzeuge soll ein 58-Jähriger aufgebrochen haben. Quelle: Symbolbild
Langenhagen

Einen mutmaßlichen Serientäter haben Beamte der Langenhagener Polizei am Sonnabend am Flughafen gefasst: Die Ermittler fassten den 58-Jährigen aus Gelsenkirchen nach einem Autoaufbruch – sie prüfen jetzt nach Aussage eines Sprechers weitere 192 Delikte seit dem 1. Oktober vergangenen Jahres.

Während einer regulären Streifenfahrt am Flughafen kontrollierten die Beamten am frühen Morgen auch die Parkbereiche im Parkhaus 4 an der Flughafenstraße. Dabei fiel der 58 Jahre alte Mann den Polizisten auf, den sie daraufhin kontrollierten. Bei der Überprüfung räumte er ein, dass er zuvor einen BMW im benachbarten Parkhaus 5 aufgebrochen und das Navigationsgerät aus dem Wagen gestohlen hatte. Außerdem gab er bei der Kontrolle zu, bei zwei Fahrzeugen in dem Parkhaus den Aufbruch versucht zu haben. „Daraufhin klickten die Handschellen“, teilte der Polizeisprecher am Montag mit.

Seinen Angaben zufolge durchsuchte die Streifenwagenbesatzung noch vor Ort die Sachen des Festgenommenen. Darunter fanden sie unter anderem eine Tasche, die Einbruchswerkzeug und vier Navigationsgeräte enthielt. Eines der Geräte stammte aus dem aufgebrochenen BMW, drei weitere konnten die Ermittler drei Fahrzeugen zuordnen, die ebenfalls im Laufe des Sonnabends gewaltsam geöffnet worden waren.

Die Beamten gehen zudem davon aus, dass der 58-Jährige auch für einen weiteren Autoaufbruch am 24. März dieses Jahres im Parkhaus 4 verantwortlich ist. Damals hatte eine Zeugin den Täter beobachtet und der Polizei mit ihren Angaben geholfen, ein Phantombild zu erstellen. Das Bild weist nach einer ersten Überprüfung der Beamten des Polizeikommissariats Langenhagen eine deutliche Übereinstimmung mit dem jetzt Festgenommenen auf.

Nach Einschätzung der Ermittler könnte der Gelsenkirchener bis zu 192 Autos im Stadtgebiet und in Parkhäusern am Flughafen aufgebrochen haben: Bei den allermeisten Taten hatte der Dieb eine Seitenscheibe eingeschlagen, um in das Fahrzeug einzudringen. „Im Fokus der Täter waren auch hier im Fahrzeug befindliche Navigationsgeräte“, erklärte der Sprecher.

Mittlerweile haben Polizisten auch die Wohnung in Gelsenkirchen durchsucht, um Beweise zu sichern. Am Sonntag wurde der mann einem Haftrichter vorgeführt, der ihn in Untersuchungshaft schickte. Die Ermittlungen dauern an.

Von Antje Bismark

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