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Isernhagen Das große Räumen am Schulzentrum beginnt
Umland Isernhagen Das große Räumen am Schulzentrum beginnt
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00:15 02.07.2018
Stephan Marhanke packt Kartons in einen Umzugswagen. Quelle: Jarolim-Vormeier
Altwarmbüchen

Am Helleweg in Altwarmbüchen hat das große Räumen begonnen: Die Realschule Isernhagen zieht um. Die Sporthalle des Schulzentrums, die noch während der Sommerferien abgerissen werden soll, wird geleert. Neue Container werden eingerichtet.

Vor der Realschule steht gleich zum Ferienstart ein Umzugswagen. Nach und nach bestücken drei Mitarbeiter des Fuhrunternehmens den Lastwagen mit Kisten. Insgesamt 150 Kartons haben die Lehrer vor den Ferien mit Lehrbüchern, Arbeitsheften, Reagenzgläsern, Mikroskopen und diversem Unterrichtsmaterialien gefüllt. Auch ein menschliches Skelett zieht mit um in die Heinrich-Heller-Schule. „Dort werden sie kurz vor Schulbeginn von den Lehrern wieder ausgepackt“, verrät Nicole Erhardt, die für die Gemeinde den Umzug koordiniert.

Die Realschule hat mit ihrem Umzug das Schulzentrum verlassen. Neues Domizil ist die Heinrich-Heller-Schule. Außerdem räumt die Gemeinde die Sporthalle aus, weil diese Ende Juli abgerissen wird. Gleichzeitig werden die neuen Container als mit Möbeln ausgestattet – sie werden als Umkleidekabinen gebraucht.

Bereits kurz vor Ferienbeginn waren die letzten drei Jahrgänge der Realschule in Klassenräume der Hauptschule an der Jacobistraße in Altwarmbüchen um. Nun ist auch das Unterrichtsmaterial vor Ort. Der weiße Schriftzug Realschule am Schulgebäude am Helleweg ist also Schnee von gestern. Ab August werden in der Heinrich-Heller-Schule Acht-, Neunt- und Zehntklässler unterrichtet – die Restlaufzeit von drei Jahren gilt für beide Schulformen. Im Sommer 2021 soll dann, laut Ratsbeschluss vom vergangenen Dezember, die Grundschule Altwarmbüchen von der Bernhard-Rehkopf-Straße in die Heinrich-Heller-Schule einziehen.

Die Sporthalle wird leergeräumt

Auch die Sporthalle am Schulzentrum ist Schauplatz eines großen Leerräumens. Ende Juli sollen die Abbrucharbeiten beginnen. „Zum Schulstart soll die Fläche plan sein“, kündigt Torsten Hartmann vom Amt für Gebäudewirtschaft der Gemeinde an. Die Hausmeister demontieren LED-Leuchten, Notbeleuchtung, Basketballkörbe, Kletterseile und Feuerlöscher. „Erst vor zwei Jahren haben wir die LED-Beleuchtung in der Halle erneuert“, sagt Hartmann. Die Gemeinde schmeiße nichts weg, die Lampen sollen in den Turnhallen in Kirchhorst und Neuwarmbüchen erneut zum Einsatz kommen.

Hausmeister und weitere Umzugshelfer holenBälle, Turnmatten, Trampoline, Springböcke, Recks aus der dem Abriss geweihten Turnhalle. Hartmann zufolge wird alles, was weiter verwendbar ist, eingelagert. Während der bevorstehenden zweijährigen Bauphase müssen Gymnasiasten und IGS-Schüler mit dem Sportunterricht ausweichen. Vorgesehen ist für die jüngeren Jahrgänge die Turnhalle der Heinrich-Heller-Schule. Die älteren sollen die Halle des TuS Altwarmbüchen an der Seestraße nutzen. „Weil dort nicht so viele Sportgeräte vorhanden sind, bringen wir einige dort hin“, erklärt Hartmann.

Umkleideräume in Containern

Am großen Räumen auf dem Schulgelände ist auch Hausmeister Edvard Loger beteiligt. Er transportiert auf einem Anhänger, der von einer Reinigungsmaschine gezogen wird, Bänke und Kleiderhaken. Quer über das Schulareal bringt er das alte Mobiliar aus den Umkleideräumen der Sporthalle in die Container, die für die Bauzeit hinter dem Schulgebäude von Gymnasiums und IGS neu aufgestellt worden sind. Sieben dieser wärmegedämmten Stahlblechcontainer – jeweils 13 Quadratmeter groß – dienen als Ersatz für die Umkleiden in der Sporthalle, die Ende Juli abgerissen werden soll. Schüler und Lehrer ziehen sich dort um, wenn Unterricht auf dem Sportplatz auf dem Lehrplan steht. Jeweils zwei Kabinen nutzen Mädchen und zwei Jungen. Ein Container steht den Lehrern zur Verfügung, zwei sind für die Vereine vorgesehen.

Die Gemeinde Isernhagen gibt für die Container-Miete 42.500 Euro aus. „Das Geld zahlen wir für zwei Jahre, inklusive Aufbau und Abbau“, erläutert Torsten Hartmann vom Amt für Gebäudewirtschaft. Und sollte der Bau der neuen Sporthalle bis Juli 2020 nicht wie geplant fertig werden, „haben wir eine Option, den Vertrag zu verlängern“.

Fahrplan zum Campus ist eng getaktet

Bis nächste Woche räumt die Gemeinde Isernhagen die Sporthalle des Schulzentrums leer. Am Donnerstag, 5. Juli, beginnt das Bauunternehmen Züblin mit der Einrichtung der Baustelle. „Zunächst müssen die verschiedenen Materialien, die im Innern der Sporthalle verbaut sind, getrennt werden“, erklärt Torsten Hartmann vom Amt für Gebäudewirtschaft. Seinen Angaben nach soll dann Ende Juli mit dem Abriss der Drei-Feld-Halle begonnen werden. Geplant sei, dass mit dem Beginn des neuen Schuljahres das Areal geebnet ist. Baubeginn für die Betonarbeiten für den dreigeschossigen IGS-Neubau um zwei Innenhöfe herum sowie die neue Sporthalle sind für Ende Oktober geplant. Fertigstellung des 25-Millionen-Baus soll im Juli 2020 sein. Mit dem Neubau wächst das Schulzentrum zum „Schulcampus Isernhagen“. Für die Dauer der Arbeiten müssen die Vereine in andere Sporthallen ziehen. Beispielsweise sjuchen die Handballer des TuS Altwarmbüchen noch nach einer Bleibe für ihre fünf Senioren-Mannschaften. jar

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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