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Laatzen Ausstellung zeigt Geschichte der Technik
Umland Laatzen Ausstellung zeigt Geschichte der Technik
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15:11 28.09.2018
Der Avacon-Ausbilder Simon Schulz (links) und der Azubi Vincent Geng stellen den Hochfrequenzstrahlapparat in der Heimatstube auf. Quelle: Daniel Junker
Glaidingen

Eine neue Ausstellung wird an diesem Sonntag, 30. September, in der Gleidinger Heimatstube eröffnet. Die Schau gibt einen Überblick über die Entwicklung technischer Errungenschaften von früher bis heute. Sie ist eine Wanderausstellung des Museums für Energiegeschichte(n) der Avacon in Hannover, die seit November 2016 durch deren Verbreitungsgebiet tourt.

„Die Ausstellung zeigt, was sich in der Welt der Technik alles verändert hat“, sagt Ralf Baumgarten, Referent für Energiegeschichten bei Avacon. Gezeigt werde auch eine Art von Sozialgeschichte: „Die Besucher können die Entwicklung von den Anfängen der modernen Technik bis heute nachvollziehen.“ In einer Vitrine sind zum Beispiel viele Geräte zu sehen, die heute in einem Smartphone vereint sind – vom Telefon über den Taschenrechner, Foto- und Videokamera, Spiele, Kompass und Maßband bis hin zum Plattenspieler und Radio. „Würde man das Gewicht der ursprünglichen Geräte zusammenrechnen, käme man auf mehr als 35 Kilogramm“, sagt Baumgarten. Die leichten, handlichen Smartphones seien also technische Schwergewichte.

Der Kulturring Gleidingen präsentiert ab Sonntag eine Wanderausstellung des Museums für Energiegeschichte)n). Die Schau gibt einen Überblick über die Entwicklung der Technik.

Wer sich die Ausstellung anschaut, lernt zudem, dass das vom Hannoveraner Emil Berliner erfundene Grammophon nicht das erste Abspielgerät für Tonträger war. „Bereits im Jahr 1877 hatte der Amerikaner Thomas Alva Edison einen Phonographen erfunden, der Tonwalzen abspielen konnte.“ Einige der originalen Tonwalzen sind in der Gleidinger Ausstellung zu sehen. Es sind Papierstreifen, die mit Paraffin überzogen sind. Um einen Ton zu erzeugen, wurden die Rollen an einer Membran mit Nadelspitze vorbeigezogen.

Friedel Rehmert vom Gleidinger Kulturring kann sogar eine Parallele von Emil Berliner nach Gleidingen ziehen. „Eine Tochter von Berliner hatte nach Gleidingen geheiratet“, sagt das Vorstandmitglied. „Sie wurde unter dem Nachnamen Frank auf dem jüdischen Friedhof in Gleidingen beigesetzt.“

Ein Kuriosum der Elektromedizin ist der Anapol-Hochfrequenzstrahlapparat aus dem Jahr 1925, der ebenfalls in der Heimatstube gezeigt wird. „Das Gerät sollte gegen Bettnässen, Impotenz, Ohrensausen, Wurmbefall und andere Wehwehchen helfen“, sagt Baumgarten lachend. „Heute weiß man natürlich, dass das so nicht funktioniert.“

Aufgebaut wurde die Ausstellung am Freitag von Avacon-Auszubildenden, die in Rethen den Beruf des Elektrikers für Betriebstechnik erlernen. „Indem sie die Ausstellungen aufbauen, bekommen unsere Azubis einen Einblick in die Technikgeschichte und lernen unser Netzgebiet kennen“, sagt Baumgarten.

Die WanderausstellungEnergiegeschichte(n)“ ist erstmals am Sonntag, 30. September, in der Zeit von 15 Uhr bis 17 Uhr in der Heimatstube des Kulturrings an der Hildesheimer Straße 546 in Gleidingen zu sehen. Der Eintritt ist frei. Bis Ende Januar können Interessierte die Schau an jedem letzten Sonntag im Monat zu den gleichen Zeiten sowie auf Nachfrage über die Internetseite www.kulturring-gleidingen.de besuchen.

Von Daniel Junker

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