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Laatzen Erich-Kästner-Schulzentrum wehrt sich gegen Sprayer
Umland Laatzen Erich-Kästner-Schulzentrum wehrt sich gegen Sprayer
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17:22 25.02.2018
„Unschöne Schmierereien“: Neben den mobilen Klassenräumen auf dem Aschenplatz vor dem Jugenzentrum nutzen Unbekannte Sprayer oft auch die schlecht einsehbare Außenwände der Schulturnhallen für ihre Botschaften und Graffiti-Tags.  Quelle: Katharina Kutsche
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Laatzen-Mitte

 Seit einigen Monaten ärgern sich Schüler und Lehrer am Erich-Kästner-Schulzentrum über Farbschmierereien an ihrem Schulgebäude. Dutzende Stunden haben die Hausmeister bereits mit der Reinigung der Flächen verbracht. Nun wollen Schüler und Lehrer den Spieß umdrehen: Noch in diesem Schuljahr wollen sie die Außenwände selbst mit Graffiti gestalten.

Betroffen sind vor allem die Container auf dem Gelände und die hintere Wand der Turnhalle, "eben die Bereiche, die von außen nicht einsehbar sind", sagt Hella Kohl, Schulleiterin des Erich-Kästner-Gymnasiums. Gerade an den Wochenenden halten sich in diesen Ecken immer wieder Gruppen auf, die nicht zur Schule gehören. Die Container sind im Herbst aufgestellt worden und dienen als Klassenräume, da die Schule aus allen Nähten platzt. Damit bot sich aber den Sprayern eine neue Fläche zum illegalen Verzieren – ein Ärgernis, denn die Graffiti seien nicht nur an sich unschön, sondern zeigen auch unerwünschte Inhalte, so Kohl: Beleidigungen, sexistische und rassistische Wörter.

Acht neue Fälle von Schmierereien in einem Halbjahr

Allein im vergangenen halben Jahr habe es acht neue Fälle von Schmierereien gegeben, so Stadtsprecher Matthias Brinkmann. Zwar seien alle Fälle der Polizei gemeldet worden, doch Täterhinweise gebe es nicht. Für die Hausmeister am Schulzentrum bedeutet das Extraarbeit, rund 60 Stunden und Materialkosten von 400 Euro mussten sie investieren, um die Wände zu säubern oder zu überstreichen.

Extra Reinigungsarbeit für die Hausmeister: Vor allem die mobilen Klassenräume auf dem Aschenplatz vor dem Jugenzentrum nutzen Unbekannte Sprayer für ihre Graffiti-Tags und mitunter rassitischen sowie sexistischen Botschaften.  Quelle: Katharina Kutsche

Nun soll es ein Projekt geben, in dem die Schüler die Container selbst gestalten, angeleitet von den Kunstlehrern des Gymnasiums und der Oberschule. Damit wolle man auch an den Ehrenkodex der Sprayer appellieren, der es verbietet, andere Kunstwerke zu übersprühen, sagte Stadtrat Axel Grüning im Ortsrat Laatzen. Die Kunstaktion soll noch im laufenden Schuljahr starten, abhängig vom Wetter.

Möglicherweise verbessert sich die Situation auch nach dem Neubau des Schulzentrums, der gerade geplant wird. Davon erhoffen sich Schüler und Lehrer unter anderem ein geschlossenes Gelände, auf dem nicht wie bisher Autos durchfahren können oder Anwohner mit ihren Hunden Gassi gehen. Abschotten wolle sich die Schule natürlich nicht, so Schulleiterin Kohl, aber einen Campus-Charakter solle es geben. "Wir möchten gern selbst entscheiden, wer auf unserem Gelände unterwegs ist und das etwas mehr im Blick behalten können", sagt Kohl.

Von Katharina Kutsche

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