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Laatzen Hunderte gehen bei Fronleichnamsprozession mit
Umland Laatzen Hunderte gehen bei Fronleichnamsprozession mit
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02:17 03.06.2018
Die Prozession zieht durch Alt-Laatzen, vornweg die Messdiener mit dem Weihrauch. Quelle: Robin Wehe
Alt-Laatzen

Wohl noch nie war es an Fronleichnam derart heiß in Laatzen wie am Donnerstag, als hunderte Gläubige zu einem Freiluftgottesdienst mit anschließendem Prozessionszug zusammenkamen. Der von der katholischen St.-Oliver-Gemeinde gestaltete Feiertag begann wie gewohnt auf einer Wiese an der Leinerandstraße. Anders als in den Vorjahren wehte dort aber kaum ein Lüftchen und harrten die Besucher bei sommerlichen Temperaturen in der Sonne aus.

Gegen 10 Uhr dann, nach der Eucharistiefeier, startete der Prozessionszug. Singend und betend reihten sich Hunderte Gläubige in dem nach einer festen Folge aufgebautem Zug ein. Angeführt wurde dieser von Weihrauch schwenkenden sowie Kreuz und Kerzen tragenden Messdienern. Hinter diesen gingen Blüten streuende Kinder, sowie Messdiener mit Kerzen und Glocken. Sodann folgte unter einem gleichfalls getragenen, den Himmel symbolisierenden gelben Baldachin das Herzstück des Zuges: die Monstranz mit einer geweihten Hostie. „Da es die Feier des Abendmahls ist, sind auch die Erstkommunionkinder bei der Prozession dabei“, erklärte Pfarrer Thomas Berkefeld. Diese folgten hinter der Monstranz mit weiteren Gläubigen.

Hunderte Katholiken feiern Gottesdienst an der Leinerandstraße und ziehen mit Prozession durch Alt-Laatzen.

Begleitet wurde die Fronleichnamsprozession von einer Bläsergruppe aus Göttingen. Auf ihrem etwa 30-minütigen Weg zur St.-Mathilden-Kirche hielt der Zug an mehreren Stationen für Gebete, Fürbitten und Lieder.

Fronleichnam wird auch das „Fest des Heiligen Leibes und Blutes Jesu“ genannt und in Erinnerung an das letzte Abendmahl Jesu gefeiert. „Durch das Brot bleibt Jesu über die Jahre erhalten“, erklärt Berkefeld, seit zwölf Jahren Pfarrer bei St. Oliver ist. Fronleichnam bedeute für ihn, den Glauben öffentlich zu machen. „Wir möchten zeigen, dass wir uns in unserem Glauben auch für die Stadt verantwortlich fühlen und deshalb das Heilige durch die Stadt tragen“, so der Pfarrer, der einen großen Wunsch hat: Dass Fronleichnam auch im mehrheitlich protestantischen Niedersachen ein Feiertag wird.

Von Robin Wehe

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