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Laatzen Sanierung des Seniorentreffs verzögert sich weiter
Umland Laatzen Sanierung des Seniorentreffs verzögert sich weiter
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22:12 04.12.2018
"Der Boden schwemmt auf": Die Vorsitzende des Awo-Ortsvereins Gleidingen Gaby Buschang-Karnatz und der Fraktionssprecher der CDU im Ortsrat, Peter Jeßberger, stehen in dem zu sanierenden Saal mit dem welligen Boden. Quelle: Astrid Köhler
Gleidingen

Feuchtigkeit im Keller, ein sich wellender Fußboden und Wasserschäden an den Wänden. Die Erdgeschossräume des Gleidinger Treffs Alte Schule sollten eigentlich schon 2014 umgebaut und hergerichtet werden, doch die Sanierung verzögerte sich mehrfach wegen drängenderer Maßnahmen. Und wie im Zuge der jüngsten Ortsratssitzung deutlich wurde, wird sich der Start des angestrebten zweiten Bauabschnitt in dem denkmalgeschützten Gebäude noch weiter hinziehen. Nach Angaben der Stadt kann frühestens 2020 mit der Planung begonnen werden.

Wasserflecken an den Wänden: Im Treff Alte Schule weisen auch einige Wände Schäden auf. . Quelle: Astrid Köhler

„Der Fußboden ist abgängig, und es riecht muffig“, hatte der Vorsitzende der CDU-Ortsratsfraktion, Peter Jeßberger, in der Sitzung gesagt und dabei für den Antrag geworben, die im Haushalt erwarteten, aber nicht eingestellten Planungskosten zumindest für 2019 vorzusehen.

„Andere haben Neubauten bekommen“, sagte Jeßberger mit Blick auf das Stadthaus in Laatzen-Mitte und das Familienzentrum in Rethen. „In Gleidingen ist man aber nicht mal in der Lage, einen Altbau zu sanieren“, sagte er.

Der seit Längerem anvisierte zweite Bauabschnitt umfasst in erster Linie die Räume des früheren Seniorentreffs mit dem Saal, der Teeküche und den Clubraum, außerdem die Eingangs- und Fluchtwegsituation. „Ziel der Maßnahme wäre neben der notwendigen Substanzerhaltung des Gebäudes eine Steigerung der Attraktivität der Räumlichkeiten“, heißt es in einem Schreiben der Stadt. In der Folge sollten das inhaltliche Angebot erweitert und neue Nutzergruppen gewonnen werden. Die Kosten für den Umbau veranschlagt die Stadt grob – an der Grundfläche sowie dem ersten Bauabschnitt orientiert – mit 180 000 Euro. Die Kosten für das neue Küchenmobiliar seien dabei noch nicht berücksichtigt.

Der geplante zweite Bauabschnitt in dem denkmalgeschützten Treff Alte Schule verschiebt sich bereits seit mehrere Jahren und wird seitens der Stadtverwaltung nun für 2020/21 für möglich gehalten. Quelle: Zerm (Archiv)

Konkrete Planungen im Treff Alte Schule sind seitens der Verwaltung derzeit aber ohnehin kein Thema – weder im Erdgeschoss noch bei dem geplanten zweiten Rettungsweg von der Heimatstube im Dachgeschoss. „Wir haben eine so große Vielzahl von Bauvorhaben zu erledigen, dass wir es kapazitätsmäßig nicht hinkriegen“, sagte Stadtbaurat Jürgen Pagels im Ortsrat. Die Verwaltung ist derzeit unter anderem mit mehreren Brandschutzertüchtigungen in Schulen sowie Kita-Neubauten und der Planung für das EKS-Schulzentrum beschäftigt.

CDU zieht Antrag zurück

Wegen der Feuchtigkeitsprobleme bot Pagels an, die Situation gemeinsam mit Jeßberger, Ortsbürgermeisterin Silke Rehmert und anderen interessierten Ortsratsmitgliedern vor Ort zu überprüfen.

Wunsch nach Modernisierung und mehr Nutzungsmöglichkeiten: Statt auf eine Schrankwand würde die Vorsitzende des Awo-Ortsvereins Gleidingen Gaby Buschang-Karnatz lieber schon auf eine Verbindung zum Klubraum blicken. Auch an der Stelle, an der Fraktionssprecher der CDU im Ortsrat, Peter Jeßberger, sollte statt eines Vorhangs eine teilbare Wand installiert sein. Quelle: Astrid Köhler

Jeßberger zog den CDU-Antrag schließlich zurück, auch wegen der eher versöhnlichen Worte von Michael Cobau (SPD): „Ich weiß nicht, ob wir die Planungskosten unbedingt durchknüppeln müssen. Wir werden unsere Häuser nicht verrotten oder Schimmel an die Wand kommen lassen und sollten uns auf Herrn Pagels verlassen, dass er mit einigen von uns dorthin geht und mal die Nase rümpft.“ Der Bauerhalt gehe vor, unabhängig von den Planungskosten, so Cobau.

Sie hoffe nur, dass die Räume bald hergerichtet würden, sagte die Vorsitzende des Awo-Ortsvereins Gleidingen Gaby Buschang-Karnatz auf Nachfrage. Von den Senioren, die regelmäßig den Saal nutzen, sei auf dem sich wellenden Linoleumboden zwar noch niemand gestürzt, doch der Handlungsbedarf steige von Jahr zu Jahr. Was sie und weitere Nutzer des Treffs unter anderem noch herbeisehnen, ist eine Verbindung des Saals mit dem Clubraum. Sollte der Erdgeschossbereich dann auch noch mit teilbaren Wänden ausgestattet werden, erhöhe dies die Möglichkeiten bei Veranstaltungen.

Von Astrid Köhler

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