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Laatzen Niedersachsen ist Vorbild für Namibia
Umland Laatzen Niedersachsen ist Vorbild für Namibia
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00:17 18.11.2018
Honorarkonsul Burchard Führer (links) und Konsulatsmitarbeiter Andreas Konietschke (Zweiter von rechts) begrüßen Leopoldine Nakashole (von links), Manfred Flöther vom Landesamt für Soziales, Heide Beinhauer von Clash und Gerhard Beinhauer in Grasdorf. Quelle: Stephanie Zerm
Grasdorf

Der Terminkalender von Leopoldine Nakashole vom Bildungsministerium in Namibia ist voll. In den acht Tagen, die sie in Deutschland verbringt, reiht sich eine Veranstaltung an die nächste. Doch für einen Besuch in Grasdorf muss Zeit sein. Schließlich ist das Honorarkonsulat der Republik Namibia am Rethener Kirchweg 10 ein Stück Heimat in Deutschland. Außer der Botschaft in Berlin und einem weiteren Honorarkonsulat in Frankfurt ist die Grasdorfer Einrichtung die einzige Vertretung des südwestafrikanischen Landes in Deutschland.

„Es ist für uns eine große Ehre, dass Sie uns besuchen“, sagte Honorarkonsul Burchard Führer bei der Begrüßung am Mittwochnachmittag. Leopoldine Nakashole ist Direktorin der Abteilung für Sonderpädagogik und inklusive Erziehung des Bildungsministeriums in Namibia. Gemeinsam mit Heide Beinhauer, Geschäftsführerin der Wohltätigkeitsorganisation Clash, die sich als einzige in Namibia für hörgeschädigte Kinder einsetzt, besucht Nakashole Einrichtungen in Niedersachsen und Hamburg, die auf Hör- und Sinnesschädigungen bei Kindern und Jugendlichen spezialisiert sind. Dabei hat sie unter anderem bereits die Landesbildungszentren für Hörgeschädigte in Oldenburg und Osnabrück sowie das Evangelische Krankenhaus und das Hörzentrum in Oldenburg und das Bildungszentrum Hören-Sehen-Kommunikation für Taubblinde in Hannover besucht.

Von den Besuchen erhofft sich Leopoldine Nakashole Anregungen, um die pädagogischen Angebote für Hörgeschädigte in Namibia zu erweitern. Geplant sind unter anderem der Ausbau des Neugeborenen-Hörscreenings zur Früherfassung, medizinische und pädagogische Untersuchungen, Beratungen zu technischen Hilfen und Förderangeboten, die Frühförderung sowie die Ausbildung von Fachpersonal. Zu der Bildungsreise eingeladen hatte der Präsident des Niedersächsischen Landesamtes für Soziales, Jugend und Familie, Christian Armborst.

Für Leopoldine Nakashole, die zum ersten Mal in Deutschland war, war das Angebot für Gehörlose beeindruckend. „Ich bin überwältigt, von dem, was ich bislang gesehen habe“, erklärte sie. Medizinisch und technologisch sei das Niveau sehr hoch. „Die Schulen in Namibia sind nicht annähernd so gut ausgestattet und die Lehrkräfte nicht spezialisiert genug.“ Nach einer kurzen Stärkung im Honorarkonsulat ging es noch am Abend weiter nach Hamburg, wo ebenfalls Besichtigungen auf dem Programm standen. „Zu Hause werde ich das Gesehene auswerten, und überlegen, welche Schritte in Namibia möglich sind“, sagte Nakashole.

Von Stephanie Zerm

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