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Laatzen Hausfrauenbund bereitet die Auflösung vor
Umland Laatzen Hausfrauenbund bereitet die Auflösung vor
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17:04 27.07.2018
Zahlreiche Lesungen hat der Hausfrauenbund schon in der Arche organisiert: Ingrid Pawelczak (links) ist seit 1995 Vorsitzende des Hausfrauenbundes Laatzen, Hanne Wiemers arbeitet seit 15 Jahren im Vorstand mit. Für ihre Arbeit und die der vier weiteren Vorstandsmitglieder gibt es jedoch zu wenig Interessierte, sodass dem Verein die Auflösung droht. Quelle: Astrid Köhler
Laatzen

Mit unzähligen Lesungen, Vorträgen, Ausflügen und anderen Angeboten hat sich der Hausfrauenbund Laatzen im Laufe der Jahrzehnte einen Namen gemacht. Etwa zwei Dutzend Veranstaltungen bieten die Aktiven um die beiden Vorsitzenden Ingrid Pawelczak und Hanne Wiemers Jahr für Jahr an. Doch mehr als 37 Jahren nach seiner Gründung steht die Ortsgruppe vor dem Aus. Trotz ausgiebiger Suche findet sich niemand, der den Vorsitz oder die weiteren Vorstandsämter übernehmen will.

„Wie andere Vereine leiden auch wir an der Überalterung und daran, dass kaum einer mehr Verantwortung übernehmen will“, erklärt Paweczak, die sich bereits bei einem Anwalt über die Schritte einer Vereinsauflösung informiert hat. Das Duchschnittsalter beim Hausfrauenbund in Laatzen liege bei 75 Jahren, so die Vorsitzende. Bereits bei der letzten Wahl im Februar 2017 und auch danach habe sie nachdrücklich betont, dass dies ihre letzte Amtszeit sein werde und auch für mindestens zwei weitere Vorstandsposten Interessenten gesucht würden. „Gemeldet hat sich aber niemand“, so Pawelczak.

In dieser Woche nun wurden die 81 Mitglieder per Brief zu einer außerordentlichen Versammlung am Dienstag, 28. August, eingeladen. Die einzigen Tagesordnungspunkte sind dann der Beschluss zur Vereinsauflösung sowie die Bestellung der Liquidatoren.

Sie glaube zwar nicht, dass es schon im August zum Beschluss käme. Es sei unrealistisch, dass die dafür nötigen 75 Prozent der Mitglieder zusammen kämen, so die Vorsitzende. Bei den Hauptversammlungen waren es stets nur die Hälfte, was auch ein sehr gutes Ergebnis sei. Spätestens bei einer zweiten für Herbst geplanten Versammlung, bei der weniger Stimmberechtigte vonnöten sind, soll aber die Entscheidung fallen. Hintergrund: „Wir wollen die Zahlungen diese Jahr abschließen und nicht noch Abgaben für den Landesverband und andere im Jahr 2019 entrichten.“

Die Entscheidung falle ihr ebenso schwer wie Hanne Wiemer. „Ich bin ganz traurig“, sagt die stellvertretenden Vorsitzenden, die seit 30 Jahren Mitglied im Hausfrauenbund ist – Pawelczak seit 32 Jahren. Gleichwohl schaut die beiden engagierten Laatzenerinnen den Tatsachen ins Auge. Die Entwicklung ist nicht untypisch. Erst 2015 hatte sich aus ähnlichen Gründen der Hausfrauenbund in Barsinghausen aufgelöst.

Das gerade erst veröffentlichte neue Halbjahresprogramm des Hausfrauenbundes Laatzen listet neben den regelmäßigen Klöntreffen und Kreativkreisen ab Mitte August elf Veranstaltungen auf. Das Finale ist für Dienstag, 4. Dezember, angekündigt als „große Abschlussveranstaltung des Ortsverbandes“.

Von Astrid Köhler

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