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Laatzen Hochwasserschutz: Bagger dreht sich im Naturschutzgebiet
Umland Laatzen Hochwasserschutz: Bagger dreht sich im Naturschutzgebiet
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17:16 12.10.2018
Baggereinsatz im Naturschutzgebiet: Der Graben auf einer Wiese am Wehrkamp lässt sich mehr als 15 Jahre nach der letzten Pflegemaßnahme nur noch erahnen. Auf einer Länge von rund 300 Metern wird er ausgeräumt um bei lang anhaltendem Hochwasser den Bereich gezielt entwässern zu können. Quelle: Astrid Köhler
Grasdorf

Bagger sind in der Leinemasch eher selten. Umso auffälliger ist, dass derzeit auf drei verschiedenen Wiesen in dem 160 Hektar großen Wassergewinnungsgebiet gearbeitet wird – sogar im Naturschutzgebiet. Wie das Unternehmen Enercity betont, sind die Maßnahmen mit den Behörden abgestimmt.

Auf der besonders geschützten Naturschutzfläche südlich des Wehrkamps wird seit Donnerstag ein zugewachsener Entwässerungsgraben wieder nutzbar gemacht. Mehr als 15 Jahre sei dieser nicht gepflegt worden, erklärte Werner Raue, der bei Enercity unter anderem für den Grundwasserschutz zuständig ist. Sollte wie 2017 über mehrere Monate das Wasser großflächig auf den Wiesen stehen, könne die Fläche nun über einen noch einzubauenden Schieber auf Höhe des Weges Wehrkamp gezielt entwässert werden. „Wenn das Wasser zu lange stehen bleibt, schädigt das auf Dauer die Grünfläche“, so Raue. Die Vegetation könne sich bereits nach zwei bis drei sehr nassen Jahren ungünstig verändern.

Der Entwässerungsgraben wird auf einer Länge von etwa 300 Metern bis zu dem Kanaleinfluss auf Höhe des Wege Wehrkamp neu ausgekoffert. Der weiter südlich verlaufende Abschnitt zur Alten Leine werde bewusst in Ruhe gelassen, betont Raue. Mit der Ansiedlung des Bibers ist eine Entwässerung dort nicht mehr möglich. Die Maßnahme sei mit der Unteren Naturschutzbehörde und der Unteren Wasserbehörde abgestimmt.

Zwei weitere Baustellen

Parallel zu den Arbeiten im Naturschutzgebiet wird im Auftrag von Enercity noch an zwei weitere Stellen in der Grasdorfer Leinemasch gearbeitet. Auf einer Fläche zwischen den Wegen Pfingstanger, Wehrkamp und der Kleinen Wiese zwischen Naturschutzzentrum und Wasserwerk wird wie geplant eine Harzwasserleitung saniert. Außerdem dauern die Reparaturarbeiten an der vor zwei Wochen geborstenen Wasserleitung nahe dem Wasserwerk länger als geplant.

Zusätzlich zu dem gebrochenen Leitungsabschnitt vom Wasserwerk zum Krankenhaus müssen nun auch noch die Schieber ausgetauscht werden. Quelle: Astrid Köhler

Nachdem das defekte Leitungsstück ausgetauscht und die Verbindung in dieser Woche nach ausgibiegem Spülens wieder in Betrieb genommen werden sollte, habe sich herausgestellt, dass der alte Schieber sich nicht mehr öffnen ließ, erklärte Unternehemenssprecher Carlo Kallen: „Wird nicht andauernd sondern nur in Notfällen genutzt, für Netzumleitungen.“ Der Schieber habe daher gewechselt werden müssen und nun beginne der Spül- und Messvorgang von Neuem. Bis die entnommenen Proben die erforderlichen Werte erreichen muss das Krankenhaus weiter über eine provisorische Leitung versorgt werden.

Bis die letzte Baufahrzeuge aus der Leinemasch abrücken können soll es nach Angaben von Enercity noch etwa zwei Wochen dauern.

Von Astrid Köhler

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