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Laatzen Bauarbeiten für Kita Pinienweg beginnen im Mai
Umland Laatzen Bauarbeiten für Kita Pinienweg beginnen im Mai
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13:01 27.02.2019
So bunt wird die neue Kita Pinienweg. Die Fassade besteht aus Holz, Putz (orange und grüne Flächen) und sogenannten HPL-Platten. Quelle: Planungsbüro Carsten Grobe
Laatzen-Mitte

 Die Unterschriften für den Bau der neuen Kindertagesstätte am Pinienweg sind gesetzt. Am Dienstagnachmittag unterzeichneten Bürgermeister Jürgen Köhne und Carsten Völkerding von der im dem Bau beauftragten Firma MBN den Vertrag für das Gebäude, in dem fünf neue Kita-Gruppen unterkommen sollen. Errichtet werden soll das Gebäude auf dem ehemaligen Volleyballfeld der Albert-Einstein-Schule nahe der Erich-Panitz-Straße. Die Bäume und Büsche dort sind bereits gerodet. Die Bauarbeiten sollen im Mai beginnen, bis zum Jahresende soll das Haus stehen.

Dabei setzt die Stadt auf eine besondere Bauweise, die sowohl bei der Bauzeit als auch unter ökologischen Gesichtspunkten Vorteile bietet: „Geplant ist ein Gebäude in Holzrahmenbauweise“, sagt Stadt-Architektin Doris Heinrich. Im Gegensatz zu gemauerten Gebäuden werden die Holzrahmen fertig angeliefert und vor Ort montiert, was eine enorme Zeitersparnis einbringt. „Von der Sohleplatte brauchen wir zehn bis zwölf Tage, bis das Gebäude regendicht ist“, sagt MBN-Projektleiter Rainer Elsner. Die Holzständer seien komplett mit eine Zellulosedämmung ausgefüllt, so dass ein „Trockenwohnen“ wie in gemauerten Gebäuden entfällt.

MBN-Niederlassungsleiter Carsten Völkerding (links) und Bürgermeister Jürgen Köhne unterzeichnen den Vertrag für den Kita-Bau. Quelle: Dorndorf

Entschieden hatte sich die Stadt für diese Lösung, weil der Bedarf für Kitas in Laatzen-Mitte zuletzt so rapide angestiegen war, dass dringend Plätze benötigt wurden, wie Bürgermeister Köhne erläuterte. Der Kita-Entwurf des Architekturbüros Carsten Grobe sei bereits 19 Mal umgesetzt worden, davon mehrfach in der Region Hannover. Auch die nächsten beiden Kita-Projekte in Gleidingen und an der Würzburger Straße in Laatzen-Mitte sollen dem Entwurf folgen.

Geplant ist das Gebäude als Passivhaus, so wie es die Stadt als Standard für Neubauten grundsätzlich vorsieht, aber schon lange nicht mehr realisiert hat. Zuletzt war ein solches Energiekonzept beim 2012 errichteten Familienzentrum Rethen gelungen. Zusätzlich sind Photovoltaikplatten auf dem Dach vorgesehen, außerdem wird das Gebäude an das Fernwärmenetz der Albert-Einstein-Schule angeschlossen. Die Fassade wird teils mit Holzelementen, teils mit Putz und sogenannten HPL-Platten gestaltet. In dem zweigeschossigen Gebäude sind außer den Gruppenräumen unter anderem ein Mehrzweckraum, eine Küche, eine Mensa und ein Fahrstuhl eingeplant.

Unterkommen sollen darin zwei Krippengruppen mit zusammen 30 Kindern, zwei Kindergartengruppen mit 50 und eine Hortgruppe mit 20 Kindern. Die Verhandlungen mit dem künftigen Betreiber sind so gut wie abgeschlossen, Köhne nennt jedoch noch keinen Namen. Fest steht, dass die Einrichtung von einem freien Träger übernommen wird, der pädagogische Schwerpunkt folgt dem Konzept der „Forscherkita“. Die Neubaukosten schätzt die Stadt auf 4,9 Millionen Euro.

CDU und FDP lehnen Zufahrt von Erich-Panitz-Straße ab

Erschlossen werden soll die neue Kita über die Erich-Panitz-Straße. Die Pläne sind allerdings umstritten, weil die Stadtverwaltung die Fahrbahn der Erich-Panitz-Straße hinter der Zufahrt auf eine Fahrspur verengen will. Dort entsteht ein Fußgängerüberweg als Ersatz für den verfüllten Heidfeldtunnel, dahinter sind temporäre Parkplätze für Eltern geplant. Die CDU/FDP-Ratsgruppe hat jetzt beantragt, eine andere Zuwegung einzuplanen. „Alle politischen Verantwortlichen sind dazu aufgefordert, den Straßenverkehr in Laatzen am Fließen zu halten. Eine Verengung der Erich-Panitz-Straße führt zu vermehrten Staus“, befürchtet die Ratsgruppe. Alternativ schlagen CDU und FDP vor, dass Eltern die Parkmöglichkeiten des Friedhofs Heidfeld nutzen könnten.

Die Stadtverwaltung hatte zuletzt wiederholt erwidert, dass laut Verkehrszählungen lediglich an den Kreuzungen die Zahl der Fahrspuren beibehalten werden müsse. In den Bereichen dazwischen sei dies nicht notwendig – zumal dort schon jetzt einspurig geparkt werde. Bürgermeister Jürgen Köhne (CDU) kündigte nun an, die Zuwegung zu prüfen, schränkte allerdings ein: „Das Gebäude ist seit einem Jahr in Planung. Ein Prozess, der so weit fortgeschritten ist, ist relativ schwierig umkehrbar.“

Von Johannes Dorndorf

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