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Laatzen Mögliche Fairtrade-Auszeichnung rückt näher
Umland Laatzen Mögliche Fairtrade-Auszeichnung rückt näher
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15:17 23.07.2018
Fair gehandelte Produkte in Laatzener Geschäften, Behörden und Gastronomiebetrieben sind eine Voraussetzung für die Auszeichnung als Fairtrade-Town. Quelle: privat
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Laatzen

Einen Termin für die Auszeichnung der Stadt Laatzen mit dem Titel Fairtrade-Town gibt es zwar nicht, doch hat Karl-Peter Hellemann bereits einen Zeitraum ins Auge gefasst: In der zweiten Septemberhälfte, während der bundesweiten Fairen-Wochen vom 14. bis 28. September, so hofft der Sprecher des Initiativkreises Fairtrade-Town Laatzen, könnte die Stadt die Auszeichnung offiziell entgegen nehmen.

„Wir sind auf der Zielgeraden", sagt Hellemann, der sich in regelmäßigen Abständen auf der Seite der Kampagne Fairtrade-Town über den Fortgang der Ereignisse informiert. Die im März vom Laatzener Initiativkreis eingereichten Bewerbungsunterlagen werden laut Hellemann aktuell ein zweites und zugleich letztes Mal geprüft: „Ich gehe davon aus, dass wir in spätestens zwei Wochen einen positiven Bescheid aus Köln bekommen.“

Der Beschluss des Rates, sich um die Auszeichnung Fairtrade-Town zu bewerben, geht auf den September 2016 zurück. Wenige Monate später, im Juni 2017, tritt erstmals der Initiativkreis Fairtrade-Town Laatzen zusammen, um aus seinen Reihen eine sogenannte Steuerungsgruppe zu bilden. Sie – wie auch der Ratsbeschluss –zählen zu den insgesamt fünf Kriterien, die für eine erfolgreiche Bewerbung erfüllt werden müssen.

Etwas aufwendiger ist es, die übrigen Voraussetzungen für die Auszeichnung umzusetzen: Die Steuerungsgruppe bemüht sich darum, die örtlichen Medien für das Thema zu interessieren und sie bewegt den lokalen Einzelhandel, Cafés und Restaurants dazu, fair gehandelte Produkte in ihr Sortiment aufzunehmen.

Besondere Bedeutung kommt der Verbreitung des Fairtrade-Gedankens in der Bevölkerung zu. Der Initiativkreis ist auch diesem Gebiet erfolgreich, wenn es ihm gelingt, Vereine oder auch Kirchengemeinden dafür zu gewinnen, klassisch gehandelte Waren durch Fairtrade-Produkte zu ersetzen. Für Hellemann und seine Mitstreiter besonders erfreulich: Mit der Albert-Einstein-Schule (AES) möchte sich eine ganze KGS der Idee des fairen Handels verschreiben: Die AES hat angekündigt, sich um den Titel Fairtrade-School bewerben zu wollen. Im neuen Schuljahr soll es für die 5. bis 8. Klassen ein jahrgangsübergreifendes AG-Angebot „Fairtrade“ geben. Der Initiativkreis will die AG-Arbeit mit Referenten unterstützen.

Die Auszeichnung der Stadt Laatzen als Fairtrade-Stadt scheint greifbar nah zu sein. Aktuell gibt es in Deutschland 540 Fairtrade-Städte – zwei davon in der Region Hannover: Garbsen und Hannover. „Wir würden uns freuen“, so Hellemann, „wenn Laatzen die 541. Fairtrade-Stadt der Bundesrepublik würde."

Von Ralf Schunk

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