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Laatzen Bäume bekommen Wasser aus Feuerwehrschlauch
Umland Laatzen Bäume bekommen Wasser aus Feuerwehrschlauch
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16:10 02.08.2018
Durstlöscher aus dem Feuerwehrschlauch: Bereits seit Mittwoch unterstützten Feuerwehrleute wie Dennis Thielebein die Arbeit des städtischen Betriebshofes und wässert Bäume – vornehmlich größere wie hier an der Hildesheimer Straße in Alt-Laatzen. Quelle: Gerald Senft
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Laatzen

Wie sich die Zeiten ändern: Vor einem Jahr noch kämpften die Laatzener gegen Wassermassen, wurden Sandsäge entlang dem Leineufer gestapelt, um nach Wochen mit Starkregen und überfluteten Wiesen den anschwellenden Fluss von der Stadt fernzuhalten. In diesem Sommer nun hat sich das Problem ins Gegenteil verkehrt. Regen gibt es kaum und utner der andauernden Hitzeperiode leiden neben Mensch und Tier auch viele Pflanzen. Weil der städtische Betriebshof mit dem Bewässern allein nicht hinterherkommt, hat die Freiwillige Feuerwehr nun Hilfe angeboten.

Seit Mittwoch unterstützt die Feuerwehr mit zwei Tanklöschfahrzeugen und jeweils zwei bis drei Kräften den ganzen Tag über die Arbeiten, darunter sowohl Stadtangestellte als auch andere freiwillige Feuerwehrleute, heißt es aus dem Rathaus. Sie bewässern vornehmlich die großen Bäume an den Durchfahrtsstraßen wie der Hildesheimer Straße, der Markt-, Erich-Panitz- und Karlsruher Straße aber auch der Langen Weihe und in Ingeln-Oesselse. „Die Wassermengen, die die Feuerwehr mit ihren Schläuchen einbringt, sind dort am sinnvollsten eingesetzt“, betont Stadtsprecherin Eleni Mourmouri. Bei Neuanpflanzungen würde der Großteil eher in der Gosse versickern. Jungbäume werden daher weiterhin vom Betriebshof mit dem Gartenschlauch und 100 bis 200 Litern Wasser versorgt.

Ein weiterer Vorteil der Fahrzeuge der Feuerwehr: Sie können mit jeweils rund 3000 Liter Wasser deutlich mehr transportieren als die des städtischen Betriebshof, die lediglich mit einem 2000 oder 500 Liter Tank ausgestattet sind.

Die Feuerwehr habe Hilfe angeboten und diese sei vom Betriebshof gern angenommen worden, teilte die Stadtsprecherin mit. Wie lange das Angebot aufrecht erhalten werde, lasse sich nicht sagen. Fakt ist: Selbst Schauer wie der in der Nacht zu Donnerstag ändern bisher nichts an der angespannten Gesamtsituation nicht verändert. „Von dem nächtlichen Regen ist in der Erde nichts angekommen“, so Mourmouri.

„Astabbrüche gibt es jetzt täglich“

Wie sehr den Bäume die anhaltende Hitze zusetzt, wird auch im Mastbruchholz deutlich. „Astabbrüche gibt es jetzt täglich“, erklärte die Stadtsprecherin. Im Hemminger Strandbad wurde jüngst der Liegebereich unter den Eichen mit Flatterband gesperrt – aus Sorge vor herunterfallenden Ästen.

Der Wanderweg "In den Mühlenbreiten" – hier der Blick von der Wegeskreuzung Nachtanger – bleibt weiterhin gesperrt. Am Dienstag war nahe dem Wiesendachhaus und auf Höhe des Langen Teichs eine etwa zehn Meter hohe Weide umgestürzt Quelle: Astrid Köhler

Ob der Baum, der am Dienstag in der Alt-Laatzener Leinemasch hinter einer Spaziergängerin auf einen Wanderweg stürzte – entgegen ersten Meldungen handelte es sich nicht um eine Pappel sondern um eine Weide – als Folge der Hitze umkrachte, lasse sich zwar nicht mit Sicherheit feststellen, so die Stadt. Tatsächlich aber seien verschiedene Bäume im Stadtgebiet durch die anhaltende Trockenheit geschwächt. Aus Gründen der Verkehrssicherheit bleibe der Wanderweg In den Mühlenbreiten daher auch bis auf Weiteres gesperrt.

Von Astrid Köhler

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