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Laatzen Land gibt 255.000 Euro für Sprachförderung in Kitas
Umland Laatzen Land gibt 255.000 Euro für Sprachförderung in Kitas
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00:15 11.07.2018
Die vorschulische Sprachförderung wird von den Schulen auf die Kitas übertragen. Quelle: Waltraud Grubitzsch
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Laatzen

Die Stadt Laatzen bekommt mehr Geld vom Land Niedersachsen: Wie die SPD-Landtagsabgeordnete Silke Lesemann mitteilt, erhält die Stadt künftig jährlich 254.800 Euro für die Sprachförderung in den Kindertagesstätten. Das Geld soll für zusätzliche Fachkräfte in Kindertagesstätten eingesetzt werden. Landesweit hatte Kultusminister Grant Hendrik Tonne 32,5 Millionen Euro für die Sprachförderung in den Kitas in Aussicht gestellt.

Schon bislang hatte das Land rund 100.000 Euro für Sprachförderung in den Laatzener Kindergärten beigesteuert. „Aufgrund des tatsächlichen Bedarfs hat die Stadt etwa die gleiche Summe nochmals aus Eigenmitteln obendrauf getan“, erläutert Stadtsprecher Matthias Brinkmann auf Anfrage. Damit finanziere die Stadt bereits seit mehreren Jahren Sprachförderfachkräfte.

Mit der zusätzlichen Summe will die Stadt Laatzen nun weiteres Fachpersonal einstellen und bestehendes Personal weiterbilden und -qualifizieren. Dies dürfte auch dringend nötig sein: Denn bislang hatten – neben dem bestehenden Engagement der Stadt – Lehrer die Aufgabe der Sprachförderung im letzten Jahr vor der Einschulung übernommen. Dies geschah im Rahmen des Programms „Fit in Deutsch“. Zum nächsten Schuljahr wird diese Aufgabe an die Kitas übertragen, um die Grundschulen, die seit längerem unter Lehrermangel leiden, zu entlasten. „Die Übertragung der Sprachförderung auf die niedersächsischen Kindertagesstätten wird somit auch finanziell abgesichert“, sagt Lesemann über die Förderung aus Hannover.

Profitieren sollen von den zusätzlichen Stunden alle Kindertagesstätten mit einem Förderbedarf, die den Regelungen des Landes entsprechen. Dies geschehe unabhängig davon, ob die jeweiligen Kitas von der Stadt oder von anderen Trägern betrieben würden. Lesemann geht davon aus, dass die Neuregelung Vorteile bietet. „Ich bin überzeugt, dass diese wichtige Aufgabe bei den hervorragend ausgebildeten Erzieherinnen und Erziehern in Laatzen am besten aufgehoben ist“, sagt die Landtagsabgeordnete.

Ähnlich sieht dies die Stadtverwaltung. „Das ist etwas, was wir uns schon länger gewünscht haben“, sagt deren Sprecher Matthias Brinkmann. In der Vergangenheit seien die Förderstunden wegen der Personalengpässe an Grundschulen zeitweise ausgefallen. „In den Kitas ist die gewünschte Kontinuität da und die Kinder können alltagsintegriert gefördert werden. Wir finden, dass das ein Schritt in die richtige Richtung ist“, sagt Brinkmann verweist darauf, dass die Stadt bisher von sich aus schon solche Angebote in den Kitas gemacht habe. Ob die in Aussicht gestellte Fördersumme den zusätzlichen Bedarf deckt, müsse sich zeigen.

Der Niedersächsische Städtetag hatte die Verschiebung der Aufgabe vom Land an die Kommunen trotz der zugesagten Landesförderung zuletzt deutlich kritisiert: Auch in den Kitas fehle es an Personal. Da das Land ebenfalls beschlossen hatte, dass der Kindergartenbesuch ab August beitragsfrei werden soll, werde sich der Personalengpass dort noch verschärfen, mahnt der Kommunalverband.

Von Johannes Dorndorf

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