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Laatzen Polizei sucht weiter vermisste 13-Jährige aus Laatzen
Umland Laatzen Polizei sucht weiter vermisste 13-Jährige aus Laatzen
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06:35 12.12.2018
Das Polizeikommissariat an der Marktstraße in Laatzen nimmt Hinweise zu der vermissten 13-jährigen Schülerin auch telefonisch entgegen unter der Nummer (0511) 1094317. Quelle: Astrid Köhler
Laatzen-Mitte

Drei Tage nach ihrem Verschwinden sucht die Polizei weiter nach der 13-jährigen Schülerin Sundus K. aus Laatzen. „Wir wissen weiterhin nicht, wo sie ist“, sagte ein Sprecher am Montagnachmittag. Nach Polizeiangaben wurde die etwa 1,75 Meter große und schlanke Jugendliche, die eine braune Brille und ihre Haare zum Zopf gebunden trägt, zuletzt am Freitag gegen 16 Uhr von Freunden in der Nähe des Leine-Centers gesehen. Am Sonntag hatten die Polizei einen öffentlichen Aufruf mit Foto der Laatzenerin veröffentlicht. Nach der Befragung des Umfeldes und auf Basis der weiteren Ermittlungen inklusive der standardmäßigen Handy-Ortung sowie der eingegangenen Hinweise gehen die Beamten von einem „normalen Vermisstenfall“ aus.

Ein öffentlicher Aufruf mit Foto sei generell „ultima ratio“, also der letzte Lösungsweg, betonte Polizeisprecher Thorsten Schiewe. Da bei Kindern die Gefährdungssituation allgemein größer sei als bei älteren Vermissten, komme dieses Mittel aber dort schneller zum Einsatz.

Minderjährige dürften ihren Aufenthaltsort noch nicht selbst bestimmen, und wenn sie verschwinden, werde grundsätzlich von einer Gefahr für Leib oder Leben ausgegangen, teilt das Bundeskriminalamt (BKA) mit.

Für die Polizei gelten Kinder und Jugendliche bereits dann als vermisst, wenn sie ihren gewohnten Lebenskreis verlassen haben und ihr Aufenthalt den Sorgeberechtigten unbekannt ist. Die allermeisten Vermisstenfälle werden binnen weniger Tage aufgeklärt. Unter Umständen nimmt die Polizei außerhalb ihres Wohnortes aufgefundene Minderjährige auch in Obhut.

BKA: Täglich werden rund 300 Fahndungen erfasst und gelöscht

Von den 250 bis 300 Fahndungen nach Vermissten, die täglich neu erfasst und auch gelöscht werden, erledigen sich laut BKA erfahrungsgemäß etwa die Hälfte aller Fälle innerhalb der ersten Woche. Binnen Monatsfrist liege die „Erledigungs-Quote" bereits über 80 Prozent. „Der Anteil der Personen, die länger als ein Jahr vermisst werden, bewegt sich bei nur etwa drei Prozent“, teilte die Behörde mit.

Zwei von drei Vermissten sind männlich und etwa die Hälfte der Gesamtzahl Kinder und Jugendliche. Neben Problemen in der Schule oder mit den Eltern werden auch Liebeskummer und andere Ursachen angeführt. Bei den im Laufe des vergangenen Jahres 8234 als vermisst registrierten Kindern konnten 95,9 Prozent der Fälle geklärt werden. In den von 2013 bis Februar 2018 zusammengestellten 6183 Vermisstenfällen liegt die Aufklärungsquote bei nahezu 100 Prozent. Lediglich 47 Fälle gelten als nicht geklärt, beinhalten aber auch Fälle von Kindesentziehung und unbegleiteten Flüchtlingskindern, die aus Unterbringungen entlaufen sind.

Die in Laatzen vermisste Sundus K. trug zuletzt einen beige Felljacke und darüber einen vermutlich dunkelblauen Winteranorak mit Kapuze und Fellkragen sowie schwarze Turnschuhe. Für Hinweise zu ihrem Aufenthaltsort ist die Polizei unter Telefon (0511) 1094317 erreichbar.

Mehr Meldungen von Polizei und Feuerwehr aus Laatzen finden Sie hier in unserem Polizeiticker.

Von Astrid Köhler

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