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Laatzen Porträtierte sehen Fotoausstellung als Chance fürs Ehrenamt
Umland Laatzen Porträtierte sehen Fotoausstellung als Chance fürs Ehrenamt
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00:17 15.03.2019
Ehrenamt im Fokus: Zur Ausstellungseröffnung im Leine-Center mit Leine-VHS-Geschäftsführer Jürgen Beckstette (von links), Bürgermeister Jürgen Köhne und dem freien Fotografen Daniel Junker kamen am Montag auch einige der 14 Porträtierten wie Tjane Belau (von links), Sophie Hertwig, Ralph Beerbom, Elina Hentschel, Brigitte Koch und Carol Kherfani. Quelle: Astrid Köhler
Laatzen-Mitte

Ehrenamtliche leisten einen bedeutenden Beitrag für die Allgemeinheit, und gerade weil sie oftmals für andere unerkannt im Hintergrund arbeiten, hat sie der freie Fotograf, Journalist und Kulturwissenschaftler Daniel Junker zum Thema einer Ausstellung gemacht. „Ehrenamt im Fokus“ ist der Titel der großformatigen Fotoschau, die am Montag im Leine-Center offiziell eröffnet worden ist. Zur Vernissage in der Ladenpassage kamen neben Bürgermeister Jürgen Köhne, Leine-VHS-Geschäftsführer Jürgen Beckstette und einigen Dutzend Zuhörern auch einige der 14 Porträtierten aus Laatzen.

Die Ausstellung des Fotografen und Kulturwissenschaftlers Daniel Junker zeigt 14 in Laatzen ehrenamtlich Engagierte und ist noch bis zum 23. März im Leine-Center zu sehen.

“Das Wesen des Menschen bei der Aufnahme sichtbar zu machen, ist die höchste Kunst der Fotografie“, zitierte Beckstette den Schweizer Schriftsteller Friedrich Dürrenmatt. Genau dies sei Junker mit der Ausstellung auf beeindruckende und kreative Weise gelungen. Bis auf „geringfügige Belichtungskorrekturen“ seien die Digitalfotos nicht nach bearbeitet worden. Das Ergebnis könne sich sehen lassen, betonte der Geschäftsführer der Leine-VHS.

Für sein Fotoprojekt hat Junker sechs auf verschiedene Weise ehrenamtlich tätige Frauen und acht gleichfalls so in Laatzen engagierte Männer vor die Kamera geholt. Es hätten „bewusst Einzelfotos“ und keine Gruppenaufnahmen sein sollen, betonte der 45-Jährige: „Die Fotografierten stehen stellvertretend für alle Ehrenamtlichen.“

Breites Spektrum an ehrenamtlichen Tätigkeiten

Dabei ist das Spektrum der gezeigten Ehrenamtlichen schon sehr breit: Die 14 Porträtierten arbeiten in Kirchengemeinden, Sport-, Naturschutz- und Kulturvereinen, im Netzwerk für Flüchtlinge, beim ehrenamtlichen Handwerkerdienst, dem DRK, bei der Feuerwehr, der Laatzener Tafel und den Barber Angels sowie als Schulsanitäter im Erich-Kästner-Gymnasium und Toleranzlotsen an der Albert-Einstein-Schule. Ja, auch die Altersspanne ist breit gefächert. Gerade weil Ehrenamtliche mitunter schwer zu finden sind, sei es wichtig junge Engagierte zu zeigen, sagte Junker, der den Porträtierten für ihre Bereitschaft dankte, sich großformatig zu zeigen.

„Viel Überwindung hat es mich nicht gekostet, auch wenn ich schon ein bisschen schüchtern bin“, sagte Toleranzlotsin Schülerin Sophie (15). Die Ausstellung versteht sie als Chance einer breiten Öffentlichkeit zu zeigen, was sie und die übrigen AES-Toleranzlotsen seit Jahren für ein besseres Miteinander und gegen Ausgrenzung tun. Ähnlich äußerte sich DRK-Sanitäterin Elina Hentschel, die etwa 30 Stunden im Monat ehrenamtlich Dienst leistet: „Es ist schön darauf aufmerksam zu machen, dass man als Team arbeiten und zusammen so viel schaffen kann.“

Für alle Aufnahmen nutze der Fotograf ein und dasselbe Objekt, ein sogenanntes Tilt-Shift mit 85mm-Festbrennweite, das üblicherweise eher für Architekturaufnahmen als für Porträts verwendet wird. „Damit lassen sich Schärfenebenen quer durch das Bild verlegen“, so Junker.

Bürgermeister Köhne lobte die Würdigung des Ehrenamtes in Form einer Ausstellung und dessen allgemeine gesellschaftliche und politische Bedeutung: „Der soziale Zusammenhalt ist die Basis von Demokratie.“

Finanziert worden ist die Ausstellung „Ehrenamt im Fokus“ aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und zu sehen ist sie noch bis Sonnabend, 23. März, zu den Öffnungszeiten des Leine-Centers in der Ladenpassage im Erdgeschoss.

Von Astrid Köhler

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