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Laatzen SoVD: Werkstätten-Bau in Rethen ist vorbildlich
Umland Laatzen SoVD: Werkstätten-Bau in Rethen ist vorbildlich
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16:28 11.02.2019
Franziska Klatt (2. von links) und Christine Herbrig von den Werkstätten nehmen die Urkunde von Hans-Friedrich Wulkopf (links) und Jürgen Mroz entgegen. Quelle: Dorndorf
Rethen

 Eigentlich sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass öffentliche Gebäude für Menschen mit Behinderung genauso zugänglich sind wie für alle anderen. Dass dies längst nicht bei allen Bauten – insbesondere älteren Datums – der Fall ist, wissen die Mitglieder des Sozialverbands Deutschlands (SoVD) gut. Der Verband setzt sich für soziale Gerechtigkeit ein.

Als positives Beispiel hat der SoVD-Kreisverband Hannover-Land jetzt das Gebäude der Hannoverschen Werkstätten in Rethen gewürdigt. Am Montag überreichten der Kreisvorsitzende Jürgen Mroz und die Mitglieder des Sozialpolitischen Ausschusses um Hans-Friedrich Wulkopf jetzt eine Plakette und Urkunde mit dem Motto „Ein gutes Beispiel: Überlegt geplant – an alle gedacht“. „Damit sollen Anstrengungen gewürdigt werden, die Barrieren abbauen und auf diese Weise Menschen zusammenbringen“, sagte Mroz.

So geht barrierefrei: Die Hannoverschen Werkstätten in Rethen haben aus Sicht des SoVD ein Vorbildfunktion für andere öffentliche Gebäude. Am Montag überreichten Mitglieder des Kreisverbands die Plakette „Überlegt geplant – an alle gedacht“.

Nun ist es keine Überraschung, dass eine Behinderteneinrichtung wie die Werkstätten die Barrierefreiheit mit bedacht hat. „Aber die Betriebsstätte Rethen setzt neue Maßstäbe“, lobt Mroz. Beispiel Türschilder: So sind in Rethen nicht nur alle Räume beschriftet, sondern auch mit Bildsymbolen versehen, so dass Menschen mit Seh- oder Leseschwäche orientiert sind, wie die pädagogische Leiterin Franziska Klatt erläuterte. Alles andere ist bei den Werkstätten selbstverständlich – von breiten Fluren für zwei Rollstuhlfahrer über den ebenerdigen Eingang bis zu tief hängenden Armaturen in Sanitärräumen.

Im Vorfeld der Übergabe hatten Fachleute des SoVD das Gebäude mit einer Checkliste geprüft – und fanden dabei gerade einmal einen einzigen Kritikpunkt: ein fehlendes Handlaufschild am Treppengeländer, mit dem Blinde sich dank taktiler Beschriftung und Braille-Punkten orientieren können.

Die vom SoVD angemahnten Standards sind übrigens in allen öffentlichen Gebäuden Vorschrift – nicht nur in Behinderteneinrichtungen. „Man kann bei vielen Architekten und Bauingenieuren nicht davon ausgehen, das sie sich an das halten, was in der Bauordnung steht“, sagt Hans-Jörg Klempin vom SoVD-Prüfungskomitee. Es gebe auch in Laatzen viele Beispiele, bei denen Fehlplanungen im Nachhinein für viel Geld korrigiert werden mussten, ergänzt Mroz.

Von Johannes Dorndorf

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