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Laatzen TSV Rethen erhält 100.000 Euro Förderung für Gymnastikhalle
Umland Laatzen TSV Rethen erhält 100.000 Euro Förderung für Gymnastikhalle
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00:17 17.03.2019
„Die Erleichterung ist sehr groß“: Die TSV-Vorsitzende Hannelore Flebbe zeigt den Bauplatz an der Straße Zur Sehlwiese zwischen dem Festplatz (hinten rechts) und den Hannoverschen Werkstätten, auf dem ab dem Frühjahr die neue Gymnastikhalle errichtet werden soll. Dank der jüngsten Förderzusage des RSB über 100.000 Euro steht nun die Finanzierung. Quelle: Daniel Junker
Rethen

Große Freude beim TSV Rethen. Der Regionssportbund (RSB) fördert den Bau der neuen Gymnastikhalle an der Straße Zur Sehlwiese mit der Höchstsumme von 100.000 Euro. Vereinschefin Hannelore Flebbe äußerte sich nach der offizieleln Scheckübergabe am Mittwochabend „richtig erleichtert“, denn nun steht die Finanzierung des aktuell mit knapp 690.000 Euro veranschlagten Bauprojektes. Der TSV steuert 100.000 Euro Eigenkapital bei, die Stadt hat weitere 160.000 Euro zugesagt. Der Rest wird über Darlehen finanziert. Baubeginn solle idealerweise noch im April sein.

„Wir brauchen noch eine Aussage, dass der Boden frei von Kampfmitteln ist“, erklärte Flebbe. Ansonsten habe der Verein alles notwendige beisammen, darunter die Baugenehmigung sowie den Erbbauvertrag für das städtische Grundstück über eine Laufzeit von 25 Jahren. Die angefragten Firmen – für die verschiedenen Bereiche hatte der Verein jeweils drei Angebote eingeholt – könnten nun endlich beauftragt werden, sagte die TSV-Vorsitzende, die gern im Sommer Richtfest feiern würde.

So soll die vom TSV selbst geplante Gymnastikhalle an der Straße Zur Sehlwiese einmal aussehen. Quelle: Quelle: TSV Rethen

Die reine Bauzeit für das von Vereinsmitglied Christel Kazmarczyk geplante Gebäude – die inzwischen pensionierte Berufsschullehrerin mit dem Schwerpunkt Bauwesen hat für den TSV bereits das Tennishaus geplant – solle „ein Dreiviertel bis ein Jahr“ dauern. Auf einem Grundriss von 25 mal 15 Metern werde das Gebäude „Stein-auf-Stein“ mit einer Firsthöhe von 6,50 Meter gebaut und anschließend verputzt. Die eigentliche Halle ist 200 Quadratmeter groß, mit einer lichten Höhe von vier Metern und bietet Platz für etwa 25 Sportler.

Seit dem Abriss der Stein-Halle im Januar 2013 trainieren die Gymnastikgruppen und Tänzer im Stadtgebiet verteilt: in mehrere Schulturnhallen, im Sportraum der Deutschen Rentenversicherung sowie – mangels schwingendem Boden unter erschwerten Bedingung – im Pausenraum der Grundschule Rethen und der Galerie des Kunstkreises.

Ursprünglich wollte der TSV schon 2018 mit dem Hallenbau beginnen. Wegen der formellen Beanstandung einer Unterlage – der Erbbauvertrag samt Ratsbeschluss lag zwar vor, war aber noch nicht notariell beglaubigt – blieb der Verein im RSB-Förderzeitraum 2018 aber unberücksichtigt.

Regionssportbund verteilt 1,1 Millionen Euro

Für den Erhalt und die Entwicklung von Sportstätten hat der Regionssportbund (RSB) am Mittwoch die Rekordfördersumme von 1,1 Millionen Euro an Vertreter von 45 Vereinen verteilt. Unter denen die Geld erhalten, sind auch drei aus Laatzen und ein Hemminger Verein. Die insgesamt 51 geförderten Bauprojekte haben ein Investitionsvolumen von 5,3 Millionen Euro.

Neben dem TSV Rethen (100.000 Euro für eine neue Gymnastikhalle) wurden noch zwei weitere Projektanträge aus Laatzen für die energetische Sanierungen von Vereinsheimen berücksichtigt: Der TSV Ingeln-Oesselse erhält 14.172 Euro und die Gleidinger Schützen 68.800 Euro.

In Hemmingen freut sich der SV Arnum über RSB-Zuschüsse für zwei Projekte. Für den mit 1,1 Millionen Euro veranschlagten Anbau am Mehrzweckraum und Umkleidetrakt sowie Maßnahmen im Klubhaus gibt es 100.000 Euro. Der Austausch der Heizungsanlage in der Sporthalle wird mit 5095 Euro unterstützt. Im Februar hatte der Hemminger Rat dem SV nach einiger Diskussion finanzielle Hilfe über 350.000 Euro sowie ein zinsloses Darlehen von 175.000 Euro und eine Bürgschaft zugesagt.

Die Fördersumme des Regionssportbundes war in diesem Jahr deshalb so hoch, weil das Innenministerium von Land und Region zur Verfügung gestellten knapp 383.000 Euro um weitere 734.000 Euro aufstockte. Das Geld ist Teil der Strafzahlungen, die der VW Konzern wegen des Diesel-Skandals an das Land Niedersachsen überweisen muss. akö

Von Astrid Köhler

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