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Laatzen Laatzen hat jetzt eine Stadtmauer
Umland Laatzen Laatzen hat jetzt eine Stadtmauer
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00:19 30.09.2018
Seit Anfang September waren Filip Kretzmar (von links), Norman Schröder, Annalena Serrano Wanka, Kai Pranke und Marcel Beloqui Evardone an der Stützmauer entlang der Hildesheimer Straße kreativ. Quelle: Dorndorf
Alt-Laatzen

Laatzens neue Stadtmauer ist fertig: Seit Anfang September hat eine Gruppe von Streetart-Künstlern die graue Betonmauer nahe der Bahnbrücke über die Hildesheimer Straße neu gestaltet. Rund 300 Stunden Arbeit haben die Künstler investiert. Beim Übergabetermin am Mittwoch gab’s viel Lob von Verwaltung und Ortsrat.

Die zentrale Gestaltungsidee für den rund 200 Meter langen Abschnitt an der Kreuzung Hildesheimer Straße/Erich-Panitz-Straße ist die Darstellung einer mittelalterlichen Stadtmauer. „Die Mauer soll den Eingang zur Stadt symbolisieren“, sagt der Laatzener Streetart-Künstler McBello, der bei dem Projekt beteiligt war: Schließlich gehe Alt-Laatzen genau hier ins Stadtzentrum über. „Willkommen in Laatzen“ steht dem entsprechend in großen Lettern auf der Mauer. Ein Rolle hätten bei dem Konzept auch die Proportionen gespielt, ergänzt Udo Hetmeier von der Laatzener Jugendkreativschule Jukus, der das Streetart-Projekt koordiniert hat: „Aus einer Mauer kann man nicht viel anderes machen: Bäume hätten zum Beispiel nicht gewirkt.“

Der Grau der Betonmauer am Übergang zwischen Alt-Laatzen und Laatzen-Mitte ist passé: Streetart-Künstler haben die Fläche im Auftrag der Stadt neu gestaltet. Motiv ist eine mittelalterliche Stadtmauer.

Zu sehen sind auch die Wappen der Stadt und ihrer Ortsteile, das Laatzen-Logo und ganz im Zentrum ein gelber Löwe, den die beteiligten vier Künstler und drei Gastsprayer dem Laatzen-Wappen entlehnt haben. Ergänzt wird dies – ganz dem mittelalterlichen Hauptmotiv entsprechend – um einen weißen Drachen, den Jukus-Tukan sowie eine Sonnenblume mit Libelle und einen Biber, die auf die Leinemasch verweisen sollen, wie Hetmeier beteuert. Dass der orangefarbene Biber dem bekannten Obi-Maskottchen-Maskottchen ähnelt, ist offenbar kein Zufall: Der Baumarkt zählt zu den Sponsoren des Projekts. Unterstützung gab es laut Stadtverwaltung auch von Notebooksbilliger und der Gaststätte Giovanni R. Den nördlichen Teil der Wand zieren klassische Streetart-Schriftzüge, mit denen die beteiligten Sprayer ihre Namen festgehalten haben.

Die Initiative für die Bemalung kam aus dem Ortsrat Laatzen – im Speziellen von Grünen-Ortsratsmitglied Britt Wischhusen. SPD, Grüne und Linke hatten sich seinerzeit gegen den CDU/GFW-Vorschlag durchgesetzt, dort stattdessen eine Begrünung vorzunehmen. Laatzens neuer Ortsbürgermeister Bernd Stuckenberg zeigt sich mit dem Ergebnis zufrieden. „Das hat schon Charme“, sagt der 72-Jährige. Das finden offenbar auch viele Passanten: Während der Arbeiten hätten immer wieder Fahrer aus ihren Autos heraus positive Feedbacks gegeben, berichten die Künstler. Zumal die graue Betonfläche zuvor – auch angesichts mancher Graffiti-Tags – wenig attraktiv war.

Bereits angedacht ist eine weitere Bemalung auf der Betonwand gegenüber, die ebenfalls der Region Hannover gehört, aber auch im weiteren nördlichen Verlauf in Richtung Notebooksbilliger, wo alternativ auch eine Begrünung in Frage kommt. Die Kosten schätzt Jukus-Organisator auf knapp 10.000 Euro, die für Material, Verpflegung und Künstlerhonorare verwendet wurden.

Von Johannes Dorndorf

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