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Laatzen Wohin mit dem Hundekot?
Umland Laatzen Wohin mit dem Hundekot?
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11:39 19.02.2018
Jessica Kaußen weiß nicht, wo sie die Hinterlassenschaften ihres Hundes Nemo lassen soll, die sie zuvor ordnungsgemäß aufgesammelt hat. Quelle: Stephanie Zerm
Laatzen-Mitte

 In Laatzen fehlen Mülleimer. Das macht sich vor allem bei der Entsorgung von benutzten Hundekotbeuteln bemerkbar. Viele davon landen auf Grünflächen, in Sträuchern oder am Straßenrand, wie Anwohner immer wieder beklagen. „Weil Mülleimer fehlen, wissen viele Hundehalter nicht, wohin mit den benutzten Tüten“, sagt Jessica Kaußen. Die 28-Jährige sitzt für die Linken im Rat der Stadt Laatzen und weiß, wovon sie spricht. Denn bei Spaziergängen mit ihrem Labrador Nemo steht die Mutter oft vor demselben Problem: „An einer Hand habe ich mein kleines Kind, an der anderen den Hund und dazwischen trage ich den stinkenden Kackebeutel.“ Oft müsse sie zehn Minuten gehen, um zu einem Mülleimer zu gelangen. „Hundebesitzer haben mir schon gesagt,  dass sie das Gefühl hätten, mehr mit dem Kotbeutel als mit ihrem Hund spazierenzugehen“, so die Linken-Politikerin.

Ein weiteres Problem sind aus Kaußens Sicht die Standorte der noch vorhandenen Mülleimer. Im Bereich Lange Weihe gebe es fast nur noch auf Spielplätzen Papierkörbe, so dass in diesen viele der Kotbeutel landeten. „Das ist nicht schön, wenn die Kinder dann im Sommer neben den stinkenden Hinterlassenschaften spielen müssen“, sagt die Mutter.

Katharina McCallin, stellvertretende Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Laatzen, sieht das genauso. „Wir sind immer wieder von Bürgern angesprochen worden, dass vor allem im Bereich der Langen Weihe Mülleimer fehlen“, sagt die Laatzenerin.

Um Abhilfe zu schaffen, hat die Gruppe aus SPD, Grünen und Linken im Ortsrat Laatzen jetzt beantragt, spezielle Eimer für Hundekotbeutel in Laatzen aufzustellen. Diese sollten ausschließlich für die Entsorgung der Hinterlassenschaften der Vierbeiner verwendet werden, was durch eine schmale Öffnung sichergestellt werden soll. „Es ist langfristig davon auszugehen, dass dadurch weniger Kot in Beeten, auf Kinderspielplätzen und anderen Plätzen zu finden sein wird“, heißt es in dem Antrag. Wie die Verwaltung auf Anfrage mitteilte, sind in Laatzen aktuell 1836 Hunde gemeldet. 

Vor rund vier Jahren hatte die Stadt etliche Mülleimer abgebaut. In ihnen sei immer wieder Hausmüll entsorgt worden, hieß es als Begründung. Nun sollen die abmontierten Mülleimer teilweise wieder ersetzt werden. Bereits vor zwei Jahren erklärte die Verwaltung, dass sie an einem neuen Papierkorbkonzept für das gesamte Stadtgebiet arbeite, was Stadtrat Axel Grüning vor rund zwei Wochen im Ortsrat noch einmal bekräftigte. Die Gruppe SPD, Grüne und Linke zog daraufhin ihren Antrag zurück. 

Denn mittlerweile ist das neue Papierkorbkonzept der Stadt offenbar so weit vorangeschritten, dass bereits feststeht, welche Papierkorbmodelle verwendet werden sollen. „Für das Stadtgebiet wird der „Compactboy“ aufgestellt, für Laatzen-Mitte der „frog““, sagt Stadtsprecher Matthias Brinkmann. Beide Modelle sind überdacht, so dass in ihnen keine großen Mengen an Müll entsorgt werden könnne. „Für das Haushaltsjahr 2018 stehen Mittel für zehn neue Papierkörbe im Haushalt bereit“, sagt Brinkmann. Stadtweit gibt es aktuell 179 Mülleimer, wobei die Zahl der auf Spielplätzen aufgestellten Behälter noch nicht eingerechnet ist.

Wo die neuen Mülleimer aufgebaut werden sollen, stehe noch nicht fest. „Die Standorte werden derzeit überprüft und hinterfragt“, berichtet der Stadtsprecher. Sie hingen im Wesentlichen vom Nutzerverhalten ab. Dafür werde derzeit ein digitales Papierkorbkataster erstellt. „Die Stadtverwaltung plant, noch vor den Sommerferien erste konkreten Maßnahmen im Stadtgebiet zur Anpassung der Papierkorb-Standorte vorzustellen.“

Von Stephanie Zerm

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