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Nachrichten „Ein Missverständnis“: Hofabriss verzögert sich 
Umland Laatzen Nachrichten „Ein Missverständnis“: Hofabriss verzögert sich 
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00:17 12.02.2018
Das Haupthaus sollte wie die übrigen Gebäude des alten Hennies-Hofes schon längst abgerissen sein. Weil die Versorgungsleitungen aber erst noch abgeklemmt werden müssen, verzögern sich die weiteren Arbeiten. Auf dem Eckgrundstück Im Eichengrund/Rotdornalle entstehen sieben neue Häuser. Quelle: Astrid Köhler
Ingeln-Oesselse

 Hoch türmen sich die Schuttberge auf dem Gelände des früheren Hennies-Hofes in Ingeln-Oesselse. Das alte Wohnhaus aber steht – wenn auch inzwischen ohne Dachziegel – noch nahezu unangetastet dort. Und das, obwohl das gesamte Grundstück an der Ecke Rotdornalle/Im Eichengrund schon seit Januar freigeräumt und für den Bau von sieben neuen Häusern vorbereitet sein sollte. Während im Dorf die Gerüchteküche brodelt, von einem verhängten Baustopp und einer möglichen Insolvenz die Rede ist und Berichte von nächtlichen, mitunter übelriechenden Schuttanlieferungen die Runde machen, wiegeln die beiden beteiligten Unternehmen und die Stadt Laatzen als Bauaufsichtsbehörde ab: Alles gehe mit rechten Dingen zu betonen die Drei unisono. 

„Das Team Bauordnung hat in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Gewerbeaufsichtsamt Hannover das Grundstück mehrfach aufgesucht und kontrolliert“, teilte der Laatzener Stadtsprecher Matthias Brinkmann auf Nachfrage dieser Zeitung mit: „Es wurde kein Verstoß gegen die fachgerechte Ensorgung festgestellt.“ Zwar habe es einzelne Bürgerbeschwerden wegen eines umgestürzten oder fehlenden Bauzaunelementes gegeben, auch wurde eine angeblich nicht fachgerechte Entsorgung gemeldet. Bei Ortsbesichtigungen habe das Fachteam aber keine Auffälligkeiten feststellen können. Die Baustelle sie seitens der Stadt nicht stillgelegt.

Auf dem Gelände des früheren Hennies-Hofes auf dem Eckgrundstück der Rotdornallee zur Straße Im Eichengrund will das Unternehmen Helma Wohnungsbau noch in diesem Jahr fünf Einfamilienhäuser und zwei Doppelhaushälften entstehen.

Der Ortsbürgermeister von Ingeln-Oesselse, Heinrich Hennies, hatte sich dieser Tage ebenfalls an die Stadt gewandt und das Gehörte gemeldet. Unter anderem sollten Anwohner Bewegungen auf dem Gelände wahrgenommen haben. Die dort lagernden Schuttberge seien deutlich höher, als sie durch den Abbruch nur der beiden Hofgebäude hätten sein dürfen, hieß es weiter. Keiner wusste zudem eine Erklärung, warum die Baufahrzeuge und die mobile Zerkleinerungsanlage der Fachfirma vor dem Abriss des letzten Gebäudes abgezogen wurde. Die Erklärung liefern nun das zuständige Abrissunternehmen und Eigentümer Helma Eigenbau.

Der Grund, warum das Haus noch stehe, seien die noch immer nicht abgestellten Versorgungsleitungen, erklärt Oliver Meyer-Dassow von Helma.  Es habe ein Missverständnis bei den Alteigentümern gegeben, die irrtümlich glaubten, sie hätten die Wasser-, Strom- und Gasversorgung bereits abgemeldet. Als Abstelltermin stehe nun der 14. Februar fest.

„Wir können gleich am nächsten Tag kommen und den Rest abreißen“, versicherte Manuel Hermida-Lorenzo, Bauleiter des Lehrter Abrissunternehmens Bähre, der die Maßnahme gern schon abgeschlossen hätte, aber zur Pause gezwungen wurde. Eine Erklärung für die hohen Schuttberge liefert er gleichfalls mit: Tatsächlich sei zusätzlicher Bauschutt zu dem Gelände mit der mobilen Brechanlage geliefert worden, aber nur, weil die eigentliche Entsorgungsstätte Kali und Salz zwischen Weihnachten und Neujahr geschlossen war, so Hermida-Lorenzo. Zuvor sei der Bauschutt genau untersucht worden, um sicher zu gehen, dass nichts kontaminiertes abgeliefert wird. „Alles wurde beprobt und war ok. Wir sind eine Fachfirma: Wir entsorgen Müll“, so der Bauleiter. Der Auftraggeber Helma wolle das recycelte Material für den Unterbau der neuen Häuser nutzen. Was dann übrig bleibe, werde abgefahren.

Auf dem Grundstück in Ingeln-Oesselse will Helma fünf Einfamilienhäuser und zwei Doppelhaushälften errichten. „Wir sind voll im Zeitplan“, betonte der Projektverantwortliche Meyer-Dassow. Der Winter sei mit einkalkuliert. Im Februar und März sollten alle Bauanträge eingereicht werden. Läuft alles wie geplant, könnten noch 2018 die ersten Häuser bezogen werden.

Von Astrid Köhler

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