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14:37 24.02.2018
Emilie (16, vorne) übt unter der Anleitung von Bianca Schönherr, wie Drähte in der Kieferorthopädie gebogen werden. Jessica (16, zweite von links) informiert sich bei der Pattenser Kieferorthopädin Contanze Kallmeyer. Quelle: Daniel Junker / www.junkerphoto.de
Laatzen-Mitte

 Welchen Beruf möchte ich ergreifen? Welche Voraussetzungen benötige ich dafür? Wie läuft die Ausbildung ab? Welche Unterlagen brauche ich für die Bewerbung, und wie komme ich ins Gespräch mit den passenden Unternehmen? Mit diesen Fragen muss sich jeder Schüler früher oder später irgendwann beschäftigen. Bei einer Ausbildungsmesse an der Albert-Einstein-Schule konnten sich Jugendliche jetzt direkt bei den Mitarbeitern unterschiedlicher Firmen über die Ausbildungsmöglichkeiten und die dafür notwendigen Anforderungen informieren.

29 Betriebe aus Laatzen, der Region und darüber hinaus präsentierten sich an den Ständen. „Sie bieten mehr als 50 Ausbildungsberufe an, über die sich die Schüler informieren können“, sagte Heide Raupers vom Verein Pro Regio, der die Messe an der Albert-Einstein-Schule über die Kausa-Servicestelle Region Hannover in diesem Jahr erstmals organisiert hat. 

Tatsächlich war die Bandbreite der Unternehmen, die sich im Forum der Schule präsentierten, groß: Sie reichte von Firmen aus dem Einzelhandel und der Gastronomie über die Bereiche Gesundheit und Soziales sowie die Wirtschaft und Logistik bis hin zu technischen Berufen und dem öffentlichen Dienst.

Die beiden 17-jährigen Melissa und Noelia aus der Klasse 10R4 nutzen die Messe, um unter anderem mit Klaus Depold von der Industrie- und Handelskammer (IHK) ins Gespräch zu kommen. „Die IHK ist Ansprechpartner für Ausbildungsbetriebe und Auszubildende“, erklärte Depold den beiden Schülerinnen. Zudem biete die IHK eine Lehrstellenbörse an, über die die Mitgliedsbetriebe offene Ausbildungsplätze ausschreiben können. „Auch Schüler, die eine Lehrstelle suchen, können sich dort ein Profil anlegen und von den Unternehmen gefunden werden“, sagte Depold. An dem Stand der IHK konnten die Schüler zudem Auszüge aus einem Eignungstest ausfüllen.

Am Stand der Kieferorthopädiepraxis von Contanze Kallmeyer konnten die Schüler ihre Fingerfertigkeit unter Beweis stellen. Die Mitarbeiterinnen zeigten den Schülern unter anderem, wie Drähte für Zahnspangen gebogen werden. „Die Schüler sind sehr interessiert und stellen viele Fragen aus Eigeninitiative“, lobte Kallmeyer. „Es fällt sehr positiv auf, dass sich sie gut auf die Messe und die Unternehmen vorbereitet haben.“

Tatsächlich hatte Heide Raupers rund 250 Schüler aus den neunten und zehnten Klassen des Haupt- und Realschulzweigs im Vorfeld auf den Besuch der Messe eingestimmt. „Wir haben in 45-minütigen Unterrichtseinheiten die teilnehmenden Betriebe und die Ausbildungsberufe vorgestellt“, erklärt Raupers das Prozedere. „Darüber hinaus haben wir den Schülern Tipps mit auf den Weg gegeben, wie sie die Unternehmen ansprechen können und mit welchen Fragen der Mitarbeiter sie rechnen sollten.“

Schließlich könnten die Schüler direkt auf der Messe bereits wertvolle Kontakte für die Zukunft knüpfen. „Für die Unternehmen ist es nicht mehr so leicht, Auszubildende zu finden“, sagt Kausa-Geschäftsführerin Yvonne Salewski. Deshalb würden Ausbildungsmessen als Kontaktplattform auch für die Unternehmen zunehmend interessanter.

Um den Schülern einen Anlass zum Gespäch zu bieten, hatte Oliver Keuck vom Hauptzollamt Hannover sogar Gegenstände mitgebracht, die in Deutschland nicht eingeführt werden dürfen und deshalb vom Zoll konfisziert wurden. Dazu gehörten unter anderem gefälschte Uhren und Kleidung, aber auch der Schädel einer Echse. Die Laatzener Kontaktbeamtin Janine Kilian informierte nicht nur über die Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten bei der Polizei, sie hatte auch gleich Teile der Schlagschutzausrüstung der Bereitschaftspolizei mitgebracht. 

Am Stand des Logistikunternehmens DB Schenker konnten sich die Schüler mit der Be- und Entladung von Lastwagen beschäftigen: Sie sollten kleine Kisten mit aufgedruckten Sendungsnummern den Lieferorten entspechend in die richtige Reihenfolge bringen. So etwas sei im Alltag gängige Praxis: „Sonst müssten wir einen Teil der Ladung jedesmal umlagern, wenn wir hinten stehende Kisten mit dem Stapler ausladen wollen“, sagte Alexander Kwasniak.

Von Daniel Junker

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