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Umland Laatzen Nachrichten Bei Laatzens Schülern reicht's für Rot-Grün
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00:16 01.10.2017
Von Johannes Dorndorf
Das Zweitstimmenergebnis der Juniorwahl am Erich-Kästner-Gymnasium. Quelle: Grafik: Erich-Kästner-Gymnasium/Michael Busch
Laatzen

Beide Schulen haben in der vergangenen Woche von Montag bis Freitag abstimmen lassen. Teilnehmen konnten alle Schüler ab Jahrgang 8.  Inzwischen liegen die Ergebnisse vor - und die weichen teils erheblich von denen der Erwachsenen ab.

An beiden Schulen würde es demnach für Rot-Grün reichen: An der AES erhielten beide Parteien zusammen 45,8 Prozent der Zweitstimmen, die übrigen Parteien jenseits der Fünf-Prozent-Hürde kämen auf 42,6 Prozent. Am EKG ist das Ergebnis knapper: Dort liegen SPD und Grüne mit 41,6 Prozent eng vor CDU, Linken und FDP (40,8 Prozent).

Stärkste Partei ist bei Laatzens Schülern - so wie bei den Erwachsenen auch - die SPD. An der AES finden 27,4 Prozent die Sozialdemokraten am besten, am EKG sogar 28,2 Prozent. Weit höher als bei den Erwachsenen liegen die Grünen in der Wählergunst: Für sie sprachen sich 18,4 Prozent (AES) und 13,4 Prozent (EKG) aus. Bei der Bewertung der AfD liegen Schüler und erwachsene Wähler weit auseinander. An der AES würde es die Partei mit 5,5 Prozent nur knapp ins Parlament schaffen, am EKG scheiterte sie mit 2,9 Prozent deutlich an der Fünf-Prozent-Hürde. Zur Erinnerung: Bei den Erwachsenen sind es 12 Prozent. Relativ beliebt unter den Schülern ist auch die Tierschutzpartei, die auf 2,9 (AES) und 3,8 Prozent (EKG) Prozent kommt.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Matthias Miersch kommt bei Laatzens Schülern noch etwas besser an als bei den Erwachsenen: Am EKG sprachen sich 41,5 Prozent für den Grasdorfer aus, an der AES sogar 43,4 Prozent - ein erwartbares Ergebnis, zumal Miersch die AES selbst als Schüler besucht hat. Ihnen folgen die CDU-Kandidatin Maria Flachsbarth (AES: 33,6 Prozent; EKG: 26,8) und Grünen-Kandidat Roland Panter (AES: 8,7; EKG: 13). Zum Vergleich: Bei den Erwachsenen kam Miersch auf 40,3, Flachsbarth auf 32,5 Prozent der Erststimmen.

"Wir haben an der Wahl aus zwei Gründen teilgenommen", sagt AES-Politiklehrer Joris Doelle. "Es ist interessant, das Ergebnis zu sehen und mit dem Bundesergebnis zu vergleichen. Es geht aber auch darum, die Schüler an die Wahl heranzuführen." Diese Form des Ausprobierens diene letztlich dazu, die Wahlbeteiligung unter den späteren Erstwählern zu erhöhen. Die aktuelle Bundestagswahl habe die Tendenz bestätigt, dass die Beteiligung unter Jungwählern relativ niedrig sei.

Im Unterricht wurde die Wahl sowohl vor- als auch nachbereitet. "Die Schüler haben deutliche Unterschiede zwischen ihrer und der Wahlentscheidung der Erwachsenen festgestellt", sagt Doelle über eine Diskussion in einer der achten Klassen: Die Schüler seien zum Fazit gelangt, dass ihnen die Zukunft - insbesondere der Klimaschutz - wichtiger sei, während Erwachsene stärker die Ereignisse des letzten Jahres - Stichwort: Flüchtlings-Obergrenze - im Fokus hätten.

Teilgenommen haben der AES-Juniorwahl 730 Schüler aus allen drei Schulzweigen, die Wahlbeteiligung lag bei 81,1 Prozent. Am EKG haben 382 Schüler abgestimmt.

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