Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Buntes Haus offenbart viele Geschichten
Umland Laatzen Nachrichten Buntes Haus offenbart viele Geschichten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:45 06.11.2014
Die Schwestern Ilse Winkler (links) und Elke Förster-Fröhlich stehen vor ihrem Elternhaus in der Gleidinger Ringstraße 10. Mehrere Generationen ihrer Familie lebten dort seit dem 19. Jahrhundert. Quelle: Astrid Köhler
Gleidingen

„Das Ursprungsgebäude ist ein Fachwerkhaus“, erzählt Ulrich Köhler, dem das Haus 30 Jahre gehörte und der dort auch selbst gelebt und noch alte Tontöpfe in der Erde gefunden hat. Die Südfassade mit den Schmucksteinen und dem Weinlaub sei Ende des 19. Jahrhunderts davor gesetzt worden. Er habe in alten Unterlagen noch einen Hinweis gefunden, wonach der gelbe Klinker von der Sarstedter Ziegelei Moorberg stammte.

Unter der weißen, Holz vertäfelten Ostseite sei ebenfalls ein gelber Klinker zu finden, so Köhler. Weitestgehend im Originalzustand scheine das Fachwerk auf der Westseite des Hauses zu sein. Der untere Bereich ist inzwischen rot verklinkert.

Ilse Winkler und Elke Förster-Fröhlich kennen das Haus genau. Beide Schwestern - 62 und 55 Jahre alt - sind dort aufgewachsen, ebenso wie ihr Vater, ihr Großvater Wilhelm und dessen Vater Julius Wehrhahn. Letzterer war Eisenbahner und lebte dort bereits Ende des 19. Jahrhunderts.

„Ich sehe immer noch meine Großeltern in dem Haus“, erzählt Winkler. Ihr Opa habe Hühner und Tauben gehabt. Vor dem Haus steht außerdem noch der Brunnen, aus dem sich die Familie bis in die sechziger Jahre versorgte. Der Wasseranschluss kam erst später, ergänzt ihre jüngere Schwester. Ihr Oma hätte etwas „gegen den neumodischen Kram“ gehabt, erzählt sie lachend. Sie wusch die Wäsche noch von Hand. An diesen Tagen fingen die Oma und die Mutter schon morgens um 4 Uhr mit der Arbeit an: Wasser im Kessel heiß machen, Weißwäsche einlegen und danach in der Lauge noch die Buntwäsche über dem Brett sauber schrubben.

Mindestens vier Generationen lang war das Haus im Besitz der Familie Wehrhahn, eh es 1974 verkauft und wenig später von Ulrich Köhler übernommen wurde, der das Haus sanierte. Dass es von einigen als „Hexenhaus“ bezeichnet wird, habe nichts mit bösen Hexen zu tun, betont Köhler. Einige im Dorf und sogar seine eigene Frau bezeichneten das bunte Haus mit dem manche Jahre wuchernden Knöterich so, weil es „so klein und verwunschen“ aussieht.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Nachrichten Laatzen/Hemmingen/Pattensen - Die VHS lässt Krise hinter sich

Die Leine-Volkshochschule (VHS) schreibt weiter schwarze Zahlen. Im Wirtschaftsplan fürs nächste Jahr steht ein kleines Plus von etwa 2300 Euro. Für die Kursteilnehmer bedeutet das: Die Gebühren werden nicht angehoben.

Andreas Zimmer 05.11.2014

Seine Arbeit wird sogar im Ausland bewundert: Der Rethener Ortsbrandmeister Denis Schröder hat die Ehrenmedaille des Luxemburger Landesfeuerwehrverbandes erhalten. Es ist die höchste Auszeichnung, die der Luxemburger Landesfeuerwehrverband an Ausländer vergeben kann.

05.11.2014

Von der Big Band über Indie und Punkrock zum Alternative Rock: Die Mitglieder der Laatzener Alternative-Rock-Gruppe Tomorrow Sleeps haben eine lange Entwicklung hinter sich gebracht. Jetzt sind sie endlich da, wo sie sein wollen.

07.11.2014