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20:15 28.02.2013
Voller Einsatz für gute Bilder: Melanie Diduch macht Aufnahmen von Martina Kulik. Quelle: Oliver Haidukiewicz
Laatzen

Nicht in Paris oder London, sondern in Laatzen - eher kein Prada- und Couture-Pflaster. Seit April 2012 sind die beiden Kommunikationsdesignstudentinnen im achten Semester auch Bloggerinnen, führen also eine Art Tagebuch im Internet. Im Fokus ihrer Kamera: Modebewusste Leute, vorwiegend Hannoveraner. Die Bilder werden dann auf der Homepage veröffentlicht.

„Wir kennen uns seit dem ersten Semester, hatten früh die Idee zu einem Blog“, sagt Pielka. Allerdings habe die Planung Zeit gekostet. Außer dem, was die Leute auf der Straße tragen - den sogenannten Streetstyles - stellen die jungen Frauen auch Porträts von Geschäften und eigene Outfits ins Netz.

„Die größte Schwierigkeit zu Anfang war, auf die Leute zuzugehen“, sagt Diduch. Doch die Rückmeldungen seien positiv gewesen. Die Menschen auf der Straße hatten Interesse - und die Medien auch. Nach drei Monaten gaben sie ein Interview in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, danach meldete sich sogar ein Fernsehsender. Derzeit wird die Webseite www.letthemeatcottoncandy.blogspot.de monatlich 14000-mal aufgerufen. Der Name - frei übersetzt „Füttert sie mit Zuckerwatte“ - enthält ein Wortspiel. Denn Zuckerwatte „Cotton Candy“ heißt wörtlich ins Deutsche übersetzt: Baumwoll-Süßigkeiten.

Es gebe nicht den einen Stil, den einzig guten Geschmack, sind sich beide einig. Diduch trägt an diesem Tag ein schwarzes Outfit mit Goldschmuck, Pielka setzt auf ein rot-schwarzes Karohemd. „Man muss ein Verständnis für Mode haben, wissen, was zu einem passt und zu dem stehen, was man trägt. Das ist auch Erfahrungssache“, sagt Pielka. In Großstädten wie Hamburg und Berlin gäbe es natürlich mehr Passanten, die beim Outfit experimentieren, als hier. Aber auch in Laatzen haben die beiden schon junge Leute mit einem besonderen modischen Gespür gefunden. Aber: In Sachen Style sollten die Laatzener grundsätzlich mehr Mut haben, meint Pielka. Mode könne Spaß machen, egal, wo man sich aufhalte. Mit den Geschäften im Leine-Center gäbe es auch die Möglichkeit, seinen persönlichen Stil weiterzuentwickeln.

Mode müsse gelebt werden. Auch da ist sich das Duo einig. „Selbst wenn ich nur zu Rewe gehe, mache ich mir Gedanken“, sagt Diduch und lacht.

Oliver Haidukiewicz

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