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Umland Laatzen Nachrichten Zu teuer: „Denkmal der Hoffnung“ ist gescheitert
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14:27 21.02.2018
Das umstrittene Ehrenmal an der Alten Ratshausstraße soll um ein Friedensmal auf der Rückseite ergänzt werden. Quelle: Dorndorf
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Alt-Laatzen

 Die Pläne für die Neugestaltung des Alt-Laatzener Ehrenmals waren schon weit gediehen. Im Zuge der Bürgergespräche über die künftige Gedenkkultur in Alt-Laatzen hatte die Arbeitsgruppe Kunst, Design, Ambiente vorschlagen, eine Skulptur als Friedensmal hinter dem strittigen Ehrenmal zu errichten – eine Idee, der der Ortsrat Laatzen im April 2017 folgte. Auch auf einen Entwurf hatte man sich geeinigt. Beauftragen wollte die Stadt den Künstler Gerd Winner mit seinem „Denkmal der Hoffnung“.

Inzwischen sind die Pläne Makulatur. „Es war die Vorgabe, dafür Drittmittel einzuwerben“, sagte Stadtbaurat Axel Grüning in der jüngsten Ortsratssitzung. „Die Drittmittelakquise ist jedoch nicht gelungen. Wir müssen jetzt nach Alternativen suchen.“

Wie Stadtsprecher Matthias Brinkmann auf Anfrage ergänzt, hatten Bürgermeister Jürgen Köhne und Axel Saipa, der die Debatte über die Gedenkkultur moderiert und den Kontakt zu Winner vermittelt hatte, mehrere Stiftungen und verschiedene Unternehmen angesprochen. „Allenthalben wurde kleinere Beträge mündlich für möglich gehalten“, sagt Brinkmann. Am Ende habe es allerdings nicht gereicht. In lediglich einem Fall sei eine Summe zwischen 20.000 und 30.000 Euro in Aussicht gestellt worden – bei weitem nicht genug: Einschließlich des Fundaments und der Herrichtung des Platzes hätte das Winner-Kunstwerk rund 250.000 Euro gekostet. 

Geplant war eine Skulptur mit zwei etwa acht Meter hohen Stahlwinkeln, die sich parallel gegenüberstehen und gerade so viel Platz bieten, dass sie von einem Menschen durchsritten werden können. Nach oben abgeschlossen worden wäre die Skulptur  mit einer rechtwinkligen Stahlplatte. 

Der Entwurf des Künstlers Gerd Winner - hier im Modell - wird nicht umgesetzt Quelle: Privat

Inzwischen sind Bürgermeister Köhne und Ortsbürgermeister Alexander Muschal auf die Arbeitsgruppe Kunst, Design, Ambiente zugegangen, um Ideen über das weitere Vorgehen zu vereinbaren. Parallel arbeitet die Verwaltung an einer Zwischenlösung, die die AG Gedenkkultur im vergangenen Jahr unterbreitet hatte. Grundlage ist die Gedenkfeier im November 2016, bei der hinter dem Ehrenmal Erinnerungssteine mit Namen von Kriegsopfern sowie weiße Rosen niedergelegt wurden. Das neue Konzept sieht vor, die Steine mit einer Einfassung zu versehen – eine Vorsichtsmaßnahme vor dem Hintergrund, dass die Steine 2016 kurz nach der Gedenkfeier von Unbekannten versetzt wurden.

Die Verwaltung prüft nun, ob die Idee realisierbar ist und wie viel die Umsetzung kosten würde. Das Ergebnis soll dem Ortsrat am 17. April zur Entscheidung vorgelegt werden.

Von Johannes Dorndorf

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