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Umland Laatzen Nachrichten Jugendliche wollen andere Variante für EKS-Neubau
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10:54 07.03.2018
Die Mitglieder des Jugendbeirates sprechen sich bezüglich des geplanten Neubaus des Erich-Kästner-Schulzentrums für eine andere Variante als der Stadtentwicklungsausschuss aus. Quelle: Daniel Junker
Laatzen-Mitte

 Zum geplanten Neubau des Erich-Kästner-Schulzentrums gehen die Meinungen weit auseinander. Während sich der Stadtentwicklungsausschuss am vergangenen Montag mehrheitlich für einen länglichen Gebäuderiegel – die sogenannte Variante III – ausgesprochen hatte, favorisieren die Mitglieder des Laatzener Jugendbeirats eine andere Umsetzung. Bei der jüngsten Beiratssitzung sprachen sich die acht anwesenden Teilnehmer der derzeit rund 20 Mitglieder umfassenden Gruppe am Mittwochabend einstimmig für eine Z-förmige Anordnung – die Variante II – aus. Auch Gymnasium und Oberschule haben eine ablehnende Stellungnahme formuliert.

„Wir haben in unserer Sitzung über die drei untersuchten Varianten abgestimmt und fanden Vorschlag II am besten“, sagt Daniel Kaske, der zum Vorstand des Jugendbeirats gehört. Den Jugendlichen gefiel daran insbesondere, dass die Schule durch die geplante neue Wohnbebauung von der Marktstraße abgetrennt würde, auf der anderen Seite des Schulgebäudes aber ein Freiraum erhalten bliebe. „Bei diesem Vorschlag würde das Erich-Kästner-Schulzentrum nicht von den Wohngebäuden umstellt“, sagt Kaske. Die vom Stadtentwicklungsausschuss favorisierte Variante kam bei den Jugendlichen hingegen nicht gut an. „Das Schulgebäude wäre dann viel zu langgezogen.“

Auch die Variante I fiel – wie schon bei den Erwachsenen – durch. „Das Schulgebäude wäre viel zu dicht an der Marktstraße, da würde auch der Autolärm stören“, glauben die Schüler.

Optimal finden die Schüler allerdings keinen der drei Vorschläge. Die Jugendlichen stören sich insbesondere an der Wohnbebauung, die zusätzlich auf dem derzeitigen Gelände des Erich-Kästner-Schulzentrums entstehen soll. „Es ist natürlich nachvollziehen, dass Wohnraum benötigt wird“, sagt Kaske. Der Jugendbeirat sei aber der Meinung, dass die Wohnhäuser nach dem Stand der aktuellen Planung viel zu dicht an die Schule herangebaut würden. „Da wäre nur ein kleiner Weg zwischen der Schule und den Wohnhäusern.“ Die Schule wäre dadurch stark eingeengt. „Schüler brauchen aber Platz und Freiraum.“ Kaske verweist auf die Albert-Einstein-Schule, bei der die umliegenden Wohnhäuser durch Straßen oder Parkplätze vom Schulgelände abgetrennt sind.

Lehrer, Schüler und Eltern des Erich-Kästner-Schulzentrums befürworten hingegen eine Mischung aus den Varianten II und III. Dies haben  Gymnasium und Oberschule in einer gemeinsamen Stellungnahme deutlich gemacht. „Alle drei Vorschläge zu Lage und Größe der Baufläche schnüren einen deutlich zu engen Rahmen und ermöglichen eine Umsetzung in unserem Sinne nicht“, heißt es in dem Schreiben. Die Bauausschüsse von Gymnasium und Oberschule, in denen Schüler, Eltern und Lehrervertreten sind, hätten sich intensiv mit der Gestaltung eines neuen Schulzentrums auseinandergesetzt.

Vertreter der Schulen wollen ihre Meinung am Donnerstag, 8. März, bei der Sitzung des städtischen Schulausschusses vortragen. Sie hoffen, dort noch auf den Standort des Neubaus einwirken zu können. Schließlich gehe es auch „um die Umsetzung unseres pädagogischen Konzepts“, wie Hella Kohl, Leiterin des Erich-Kästner-Gymnasiums, erläutert. Die Sitzung beginnt um 18 Uhr in Sitzungszimmer 503 des Laatzener Rathauses.

Auf der Facebook-Seite der HAZ beklagen unterdessen Leser, dass die Lehrer, Eltern und Schüler nicht gehört würden.  „Und wieder einmal wurde vorgegeben, dass Lehrer und Schüler mitbestimmen dürfen. Schade, hat wohl wieder nicht geklappt“, schreibt zum Beispiel Kerstin Pelz. „Wie soll ich meinem Sohn jetzt erklären, dass man etwas ändern kann, wenn man sich engagiert?“ Ähnlich äußert sich Katrin Thyen: „In einem erfolgreichen Veränderungsprozess sollten die Betroffenen immer beteiligt werden. Gibt man jedoch nur vor dies zu tun und wischt die Arbeit und Argumente der äußerst engagierten Lehrer leichtfertig weg, so verliert man seine Glaubwürdigkeit.“

Von Daniel Junker

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