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Umland Laatzen Nachrichten Flüchtlingsnetzwerk will Personal aufstocken
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00:02 22.02.2018
Netzwerkkoordinatorin Mareike Fruth berichtet im Sozialausschuss über ihre Arbeit. Quelle: Dorndorf
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Laatzen

 Das Netzwerk für Flüchtlinge in Laatzen braucht mehr Geld: Der im September 2015 gegründete Trägerverein hat bei der Stadt Laatzen beantragt, ihren jährlichen Zuschuss von rund 42.000 auf 59.000 Euro zu erhöhen, um die Geschäftsstelle personell aufzustocken.

Seit März 2016 betreibt das Netzwerk für Flüchtlinge eine eigene Geschäftsstelle am Marktplatz. Die beim Verein angestellte Koordinatorin Mareike Fruth kümmert sich dort gemeinsam mit Absolventen des Bundesfreiwilligendienstes (Bufdis) um die Begleitung und Koordinierung der Ehrenamtlichen, die Leitung der Geschäftsstelle, die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen und dem Vermitteln von Kontakten. 20 Stunden Zeit pro Woche hat Mareike Fruth dafür.

„Die Aufgaben haben sich in den letzten Jahren erheblich gewandelt“, sagte Ottokar Schulz vom Netzwerk-Vorstand am Donnerstagabend im Sozialausschuss. Sei es früher vor allem um die Ersthilfe für Flüchtlinge gegangen, sei die Geschäftsstelle heute viel stärker mit der Erteilung von Auskünften, der Betreuung der Bundesfreiwilligen und der Koordinierung der Helfer befasst. Mit den bisher eingeplanten 20 Stunden sei das alles nicht mehr zu machen, die Stelle solle auf 30 Stunden aufgestockt werden.

Fruth gab am Donnerstag einen Überblick über ihre Arbeit: „Wenn man bei Google die Worte Laatzen und Flüchtlinge eingibt, kommt zuerst immer das Netzwerk“, sagt die Koordinatorin. Entsprechend viele Anfragen erhalte sie inzwischen – seien es Anrufe vom Klinikum Agnes Karll, die nach einer bestimmten Person in Laatzen suchen, oder von anderen Kommunen, die Informationen zu Angeboten in Laatzen benötigen.

Zwar verfügt Fruth über die Hilfe mehrere Bufdis mit anderthalb Stellen. Doch diese wechselten regelmäßig, da viele bereits nach sechs Monaten weiterzögen – was entsprechende Betreuungszeiten mit sich bringt. Gut angenommen werde unter anderem die wöchendliche Sprechstunde auf Persisch und Arabisch, aber auch die Fahrradwerkstatt in Rethen, wo seit der Gründung 2015 insgesamt 500 Fahrräder ausgegeben wurden. Fruth unterstützt zudem Sprachförderangebote – etwa der St.-Oliver-Gemeinde –und die ehrenamtliche Einzelbetreuung.

Zu ihren Aufgaben zählt auch, den Kontakt zwischen den Ehrenamtlichen und den Betreibern der Sammelunterkünfte zu vermitteln. Gut laufe dies vor allem an der Gutenbergstraße und in Ingeln-Oesselse.

Die Entscheidung über die Stellenaufstockung fällt wohl erst im März: Weil Teilen des Sozialausschusses Unterlagen fehlten, wurde die Erörterung auf die noch ausstehenden Sitzungen des Verwaltungsausschusses und des Rates verschoben.

Von Johannes Dorndorf

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