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13:38 23.02.2018
Auf dem freien Eckgrundstück der Straße Zur Sehlwiese wollte der TSV Rethen eigentlich in diesem Jahr mit dem Bau seiner neuen Gymnastikhalle beginnen. Wegen der fehlenden Förderzusage seitens des Landessportbundes verzögert sich der Bau um mindestens ein Jahr. Quelle: Astrid Köhler
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Rethen

 Die Förderbescheide des Landes- und Regionssportbundes sind raus, doch der Antrag des TSV Rethen blieb aktuell unberücksichtigt. Der Bau der Gymnastikhalle auf einem städtischen Grundstück an der Straße Zur Sehlwiese verzögert sich um mindestens ein weiteres Jahr.

Dabei rechnete der TSV fest mit Zuschüssen. Rund 625.000 Euro sind für den Ersatz der abgerissenen Steinsporthalle veranschlagt, die eigentlich in diesem Jahr auf dem städtischen Grundstück zwischen Festplatz und Bahntrasse hätte entstehen sollen. Wie sich allerdings herausstellte, bleibt der Verein im aktuellen Förderzeitraum unberücksichtigt. Während der TSV betont, sämtliche Unterlagen fristgerecht zu Mitte August eingereicht zu haben, hat der Landessportbund den Förderantrag wegen unvollständiger Unterlagen abgelehnt. Im Kern geht es um die Unterlagen zum Erbbaurechtsvertrag für das städtische Grundstück.

Der Verein hatte seinem Anfang August beim Regionssportbund eingereichten Förderantrag neben dem Ratsbeschluss ein offizielles Schreiben der Stadt beigefügt, wonach diese ihr das Eckgrundstück für die Dauer von 25 Jahren an den Verein verpachtet. Der TSV habe den Erbbaurechtsvertrag bewusst noch nicht notariell beurkundet, sondern erst die Förderzusage abwarten wollen, erklärt die Vereinsvorsitzende Hannelore Flebbe. Die Gebühren für den Notar, die Grunderwerbssteuer und die anteilige Pacht – ein mittlerer vierstelliger Betrag pro Jahr – wären sofort fällig gewesen. Der Verein wollte sicher gehen, dass die Finanzierung für die Halle steht, ehe er sich langfristig finanziell verpflichtet. „Wir sind ein kleiner Verein mit engem Finanzrahmen“, so Flebbe. Von dem Regionssportbund und des Landessportbund hofft der Verein die maximale Fördersumme für den Sportstättenbau von bis zu 100.000 Euro zu erhalten.

Regionssportbund: „Die Unterlagen lagen zu 99,9 Prozent vor“

Für seine Vorsicht wurde der Verein aber alles andere als belohnt. Der Landessportbund lehnte den Förderantrag mit Verweis auf Unvollständigkeit ab. „Die Unterlagen lagen zu 99,9 Prozent vor, aber es fehlte die Unterschrift unter dem Vertrag“, erklärte Anna-Janina Niebuhr vom Regionssportbund, der bei Anträge für größere Baumaßnahmen gemeinsam mit dem Landessportbund über die Förderungen entscheidet und auch in engem Kontakt mit dem Verein steht. 

Obwohl sich Mitte Oktober auch Bürgermeister Jürgen Köhne in die Sache einschaltete, und der Landessportbund den Förderantrag in Bezug auf eine Ausnahmeregelung noch einmal prüfte, blieb es bei der Absage und der Erklärung: „Ist ein Antrag nicht vollständig, so kann dieser nicht angenommen werden.“

„Ich bin mir keiner Schuld bewusst“, betonte Flebbe. Ihr sei es bis heute ein Rätsel, warum der Ratsbeschluss über das Erteilen des Erbbaurechts und die Ankündigung der Stadt, mit dem Verein einen Erbbaurechtsvertrag über den Zeitraum von 25 Jahren abzuschließen, nicht anerkannt worden ist. Gleichfalls unverständlich bleibt dem Verein, dass ihm erst im Nachhinein mitgeteilt wurde, dass die geforderten Unterlagen noch bis zum 1. Oktober hätten nachgereicht werden können. 

„Die Richtlinien zur Förderung gelten landesweit, sind für alle gleich und öffentlich eimsehbar“, erklärte die Sprecherin des Landessportbundes Katharina Kümpel. Demnach müssten alle Anträge auf Förderung oder Ausnahmeregelungen vollständig bis zum 1. Oktober beim Landessportbund vorliegen. Aus dem Grund habe für den TSV Rethen auch keine Ausnahme gelten können.

Erbbaurechtsvertrag liegt inzwischen vor

Inzwischen sind die Unterlagen vollständig, hat der TSV Rethen den Erbbaurechtsvertrag notariell beurkunden lassen und insgesamt rund 6000 Euro bezahlt – obwohl nun frühestens 2019 mit dem Bau der Halle begonnen werden kann. Immerhin – Ironie der Geschichte – ist der Arbeitsaufwand für das erneute Stellen der Förderanträge beim Regions- und Landessportbund nur noch gering: „Wir müssen nur noch die Daten auf den Anschreiben ändern.“

Von Astrid Köhler

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